Die Altbäuerinnen und Altbauern des Bezirks Bozen blickten bei der diesjährigen Bezirksversammlung auf ein arbeitsames Jahr zurück.
Bezirkspräsident Josef Brugger bezeichnete das Arbeitsjahr 2009 als ein Prüfungsjahr für all jene, die im Vorjahr das Amt eines Vorsitzenden übernommen hatten. Auch für ihn war das abgelaufene Jahr das erste an der Spitze des Bezirks und dafür erntete er viel Lob von den Mitgliedern. Mit seinem Bezirksausschuss ist es Brugger gelungen, erfolgreich verschiedenen Veranstaltungen auf Bezirksebene zu organisieren: Eine Fahrt nach Innsbruck zum Andreas-Hofer-Gedenkjahr, ein Bezirksfest in Jenesien, ein Bezirkstörggelen, ein Bezirkspreiswatten und der Eduard Wallnöfer Wandertag in Sarntal. Sämtliche Veranstaltungen waren gut besucht und trugen dazu bei, das Gemeinschaftsgefühl im Bezirk zu stärken. „Es ist wichtig Programm für die älteren Menschen zu bieten, auch bei der bäuerlichen Bevölkerung gibt es viele Alleinstehende, die wir vor Vereinsamung schützen wollen“, erklärte Brugger.
Als Retterin in der Not erwies sich Ehrenpräsidentin Maria Bertolini. Nachdem der Referent zum Tagesmotto kurzfristig abgesagt hatte, sprang sie ein. Bertolini gab den Anwesenden einige Gedankten zum Thema Altwerden mit auf den Weg. Häufig würden die Menschen das Altwerden als Belastung empfinden. Das Alter sei aber viel mehr ein Geschenk, über das man sich freuen sollte. „Das körperliche Weniger-Werden gleicht das Mehr an Erfahrung aus“, erklärte Bertolini.
Landespräsident Johann Messner lobte die rege Tätigkeit im Bezirk und in den Ortsgruppen. Insbesondere bedankte er sich für die Hilfe bei der Landwirtschaftsschau AgriAlp und bei der Organisation des Eduard Wallnöfer Wandertages. Die aktuelle Diskussion über die Mindestrente sei auch in der Seniorenvereinigung ein Thema. „Mit 480 Euro im Monat ist das Lebensminimun nicht garantiert, jedoch sind die Chancen, dass sich diesbezüglich in naher Zukunft etwas ändert, gering“, erklärte Messner.
Einen Blick auf das Jahresprogramm 2010 warf Landessekretärin Nadine Pichler. Hansi Weissensteiner zog ein positives Resümee über sein erstes Jahr als Ortspräsident und Landespräsidentstellvertreter, er wünscht sich weiterhin mit allen eine gute Zusammenarbeit.
Die stellvertretende Bezirksbäuerin Annemarie Gruber und der Bezirksobmann der Bauernjugend Martin Kemenater gratulierten zur umfangreichen Tätigkeit. „Ihr Senioren könnt uns Zufriedenheit lehren, indem ihr eure Erfahrungen und Wertvorstellungen an die Jugend weitergebt“, sagte Kemenater.
Bildtext1: Maria Bertolini ersetzte den kurzfristig erkrankten Referenten und erntete dafür großen Dank und Beifall.
Bildtext2: Aufmerksam verfolgten die Funktionäre den Jahresbericht und den Vortrag.
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