Der Beruf des Gärtners ist sehr vielseitig und wird deshalb in zwei Bereiche unterteilt. Man unterscheidet die Fachrichtungen:
1. Zierpflanzenbau
2. Garten- und Landschaftsbau
1. Zierpflanzenbau
Der Zierpflanzengärtner beschäftigt sich ist mit der Anzucht und Pflege von Pflanzen: Vom Vermehren über das Pikieren, Topfen, Gießen, Aufstellen, Schneiden und Formieren bis hin zum Verkaufen und dem dazu gehörenden Beratungsgespräch deckt er alle betrieblichen Schritte im Leben einer Pflanze ab. Dabei ist es notwendig, einzelne Kulturverfahren und Anbausysteme zu kennen und zu beherrschen, Maschinen, Geräte und Betriebseinrichtungen richtig einzusetzen und Instand zu halten, Kulturräume und Kultureinrichtungen entsprechend zu verwenden.
Die Aufgaben des Zierpflanzengärtners sind je nach Betrieb unterschiedlich: In Endverkaufsgärtnereien steht neben dem Heranziehen von verschiedenen kleineren Kulturen vor allem die Kundenberatung und das Verkaufsgespräch im Vordergrund. In Produktionsgärtnereien werden die Pflanzen in größeren Mengen kultiviert; hier beschränkt man sich meist auf wenige Pflanzenarten und man arbeitet vermehr mit dem Einsatz von Maschinen und Automaten. Der sachgerechte Umgang mit den Maschinen ist hier genauso wichtig wie der fachkundige Umgang mit der Pflanze.
Ein Zierpflanzengärtner sollte vor allem die Liebe zur Natur und zu den Pflanzen mitbringen. Daneben sind aber auch handwerkliches Geschick und ein gutes technisches Verständnis sowie Selbständigkeit gefragt. Fundierte Fachkenntnisse über Pflanzen und deren Ansprüche und Bedürfnisse zeichnen einen Zierpflanzenbauer genauso aus, wie Feingefühl und eine gute Beobachtungsgabe um die Anforderungen der Pflanzen schneller und leichter verstehen und entsprechend darauf reagieren zu können. Im Endverkauf sind gute Umgangsformen gefragt – der Kunde will sich gut beraten wissen und erwartet sich zu Recht nicht nur fachliche Kompetenz und Wissen sondern auch Freundlichkeit und eine zuvorkommende Art der Bedienung.
2. Garten- und Landschaftsbau
Der Garten- und Landschaftsbauer erstellt, bepflanzt und pflegt Grünanlagen, z.B. Gärten von Wohnhäusern, das Umfeld von öffentlichen Gebäuden, Spiel- und Sportplätze, Grabanlagen und Friedhöfe, Begrünung von Straßen, Radwegen, Plätzen, Fassaden und Dächern. Vorbereitende Arbeiten wie Erdbewegungen und Geländemodellierungen sowie Wegeführung und –gestaltung sind genauso Teil seiner Aufgaben wie die Installierung von Beregnungsanlagen und der Bau von Strukturen aus Holz und Stein, wie Pergolen, Treppen oder Terrassen.
Ein Landschaftsgärtner sollte als Grundvoraussetzung viel Liebe zur Natur und zu den Pflanzen mitbringen. Neben einem guten Gespür für Pflanzen sollte der „Landschafter“, wie er auch genannt wird, aber auch mit Menschen gut umgehen können – schließlich sind das seine Kunden. Sinn für das Gestalterische und handwerkliches Geschick sind zudem wichtige Voraussetzungen für diesen Beruf. Da Gärten auch bei rauem und schlechtem Wetter angelegt und gepflegt werden müssen, braucht der Landschaftsgärtner zudem ein gutes Standvermögen und eine gute physische Konstitution. Der Beruf ist sehr vielseitig und lässt der Kreativität viel Raum. Deshalb ist er auch sehr anspruchsvoll: Es bedarf nämlich auch eines guten Gespürs, um die Wünsche und Bedürfnisse des Kunden zu erkennen und sie dann entsprechend umzusetzen. Der Landschaftsgärtner muss sich bei seinen Projekten aber auch darüber bewusst sein, was in einem bestimmten Garten, bei einem bestimmten Klima und im Kontext mit den gegebenen Örtlichkeiten und Gegebenheiten machbar und optisch passend sein kann. Deshalb muss er beste Kenntnisse über Pflanzen und deren Standort- und Pflegeansprüche mitbringen. Ein gutes technisches Verständnis sowie Selbständigkeit und geistige wie körperliche Beweglichkeit runden das Profil des Landschaftsgärtners ab.
Informationen über die Ausbildung unter http://www.fachschule-laimburg.it/de/47.htm
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| Südtiroler Gärtnervereinigung | Öffnungszeiten: | |
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Montag - Donnerstag von 08.30 - 12.30 Uhr Dienstags ganztägig |
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