Südtiroler Landwirt, Bauernbund | 19.01.2017

Raumordnung bleibt ein heißes Thema

Das wohl wichtigste Gesetzesvorhaben des vergangenen Jahres – ein neues Landesgesetz für Raum und Landschaft – wird den Südtiroler Bauernbund auch 2017 beschäftigen. Wie die ­weiteren Schwerpunkte für das neue Jahr aussehen, berichtet Bauernbund-Landesobmann Leo Tiefenthaler im Gespräch zum Jahresauftakt. Mehr...

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EDITORIAL

Neue Chancen für Produzenten geschaffen

In den vergangenen Jahren gab es viel Kritik am öffentlichen Vergabewesen, auch vom Südtiroler Bauernbund. Denn für kleinere lokale Unternehmen war es fast unmöglich, bei den Ausschreibungen den Zuschlag zu bekommen. Sie erfolgten meist in großem Stil, und der Preis war das alles dominierende Kriterium. Da mussten die heimischen Unternehmen das Feld doch einige Male großen Anbietern von außerhalb überlassen.
Inzwischen sind die Rahmenbedingungen besser. Südtirols Politik hat die Vorschläge der Wirtschaft – auch des Bauernbundes – gehört und mit dem neuen Vergabegesetz viele Möglichkeiten für Vergaben in kleineren Tranchen und mit Qualitätskriterien geschaffen.
Gleichzeitig hat auch die Einkaufsgenossenschaft EMPORIUM ein offenes Ohr für lokale Anbieter gezeigt. EMPORIUM holt im Auftrag öffentlicher Ausspeisungen Angebote ein. Die Kriterien dafür legt aber der Auftraggeber selbst fest, z.B. die Gemeinde oder eine andere öffentliche Körperschaft. Daher sind auch die Gemeinden stärker denn je in die Pflicht genommen.
Damit diese nun vermehrt auf heimische Lebensmittel zurückgreifen können, hat der Bauernbund mit EMPORIUM eine Zusammenarbeit vereinbart (S. 8): Der Bauernbund sucht bäuerliche Lieferanten, die öffentliche Mensen beliefern können. EMPORIUM weist seine Kunden auf diese Lieferanten aktiv hin. Damit ist ein wichtiger Schritt in unseren Bemühungen für heimische Produzenten getan.
Nun sind die Bauern selbst am Zug: Wer die Voraussetzungen erfüllt, soll die Chance ergreifen. Nur dann wird das Projekt zum Erfolg!

Leo Tiefenthaler, Bauernbund-Landesobmann


TOP

Gute Ideen gehören belohnt

Der „Südtiroler Landwirt“ als Medienpartner: Diese Idee schwirrte schon länger in unseren Köpfen herum – jetzt setzen wir sie erstmals in die Tat um. Für uns ist klar: Medienpartner können wir nur für Projekte und Veranstaltungen sein, die neue und innovative Ideen beinhalten und einen Mehrwert für die bäuerliche Welt in Südtirol darstellen. Der Wettbewerb „Agri.Genuss – Frisch vom Hof“ der Südtiroler Bauernjugend (S. 11) ist ein Paradebeispiel dafür und eine würdige Premiere für eine Medienpartnerschaft. Hier steht die Qualität unserer bäuerlichen Produkte im Mittelpunkt – eine gute Idee, die eine starke Unterstützung verdient hat.  bch


FLOP

Verpasste Chance für heimisches Holz

Erneuerbare Engeriequellen fördern, Energieeffizienz erhöhen und Emissionen senken: Mit ihren neuen Richtlinien für Fernheizwerke setzt die Landesregierung ihre Klimastrategie weiter um (S. 36). Das ist gut so! Doch sie hätte gleich einen Schritt weiter gehen können: Sie hätte die Förderung an die noch stärkere Verwendung von heimischem Holz knüpfen können. Damit hätte sie indirekt weitere Ziele gefördert: die Pflege unserer Schutzwälder, die kurzen Transportwege des benötigten Holzes, Wertschöpfung im Land und eine gesicherte Einnahmequelle für die heimischen Waldbesitzer. Schade: Diese Chance hat sie leider nicht ausreichend genutzt! sr