Südtiroler Landwirt, Bauernbund | 04.08.2016

Landschaft ist (k)ein Allgemeingut

Die bäuerlichen Abgeordneten Albert Wurzer und Josef Noggler haben ein Thema aufgegriffen, das dem Südtiroler Bauernbund schon lange unter den Nägeln brennt: Es geht um mehr Respekt und Wertschätzung vor bäuerlichem Eigentum. Mehr...

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EDITORIAL

Wer bewusst arbeitet, arbeitet sicherer

Südtirols Bauern arbeiten immer sicherer! Oder anders: Es gibt immer weniger Unfälle und Berufskrankheiten in der Landwirtschaft. Das belegen aktuelle INAIL-Zahlen (S. 7). Dennoch meldeten Südtirols Bäuerinnen und Bauern dem nationalen Unfallinsititut vergangenes Jahr immer noch mehr als 2000 Unfälle. Fünfmal kosteten sie sogar ein Menschenleben.
Unser Fazit: Eine erfreuliche Tendenz, aber kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen. Vielmehr müssen alle Beteiligten ihre Bemühungen hoch halten.
Das sind erstens die Bäuerinnen und Bauern selbst. Wir sind sicher: Die Unfälle gehen vor allem deshalb zurück, weil die Landwirte immer mehr auf sich und ihre Mitarbeiter aufpassen.
Wir bäuerlichen Organisationen glauben, ein gutes Stück zu diesem Bewusstsein beigetragen zu haben: Vor allem Bauernjugend und Bauernbund machen seit Jahrzehnten auf die Gefahren aufmerksam. Wie zum Beweis beschreibt der „Südtiroler Landwirt“ auf S. 29 die Voraussetzungen für eine „sichere“ Ernte .
Zweitens helfen auch finanzielle Anreize wie die INAIL-Förderung zum Ankauf sicherer Maschinen.
Drittens sind auch Vorschriften und gesetzliche Regeln bis zu einem bestimmten Grad förderlich, z.B. der verpflichtende Überrollschutz und Sicherheitsgurt, oder angemessene Fortbildungen: Ein Erste-Hilfe-Kurs etwa kann Leben retten …
Eines können wir allerdings nicht gutheißen: Wenn der Gesetzgeber die Betriebe mit einer regelrechten Vorschriftenwut mehr knebelt als unterstützt. Da halten wir dauerhafte Aufklärung allemal für sinnvoller!

Leo Tiefenthaler, Bauernbund-Landesobmann


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Naves_Nahversorgung_Suedtirol_TOP

Für Dorf und Bauern

Die Nahversorgungsgenossen-schaft NaveS nimmt Fahrt auf (S. 25). Erst vor fünf Jahren gegründet und vom Bauernbund mitgetragen, führt sie heute fünf Geschäfte – teils in Ortschaften, in denen es sonst gar keine Lebensmittelversorgung mehr gäbe. Einige sind sogar das gesellschaftliche Zentrum des Ortes. Zudem nehmen NaveS-Geschäfte bäuerlichen Lieferanten ihre saisonalen Produkte ab. So garantieren sie einen Mehrwert sowohl für die Bevölkerung als auch für die Bauern vor Ort.
Doch damit nicht genug: NaveS ist auch ein verlässlicher Arbeitgeber in teilweise strukturschwachem, ländlichem Gebiet, also ein sicherer Hafen für derzeit 22 Mitarbeiter. gst


FLOP

FLOP Rainer Sturm, www.pixelio.de 2

Aufklärung statt Auflagen

Pünktlich zur Erntezeit mehren sich wieder Meldungen über Schwarzarbeit und unwürdige Arbeitsverhältnisse in der italienischen Landwirtschaft. Das Phänomen ist altbekannt und bedauerlich. Nun möchte der Staat auf Druck der Gewerkschaften die entsprechenden Gesetze verschärfen (S. 16). Kann das die Lösung sein? Neue bürokratische Auflagen wären die Folge. Daran halten sich wieder genau die, die sich auch an die übrigen Regeln halten. Eine stärkere Belastung dieser Betriebe wäre die Konsequenz. Besser wäre doch, verstärkt zu kontrollieren, wer die bestehenden Gesetze einhält und an die soziale Verantwortung der Arbeitgeber zu appellieren. rar


"Südtiroler Landwirt" - Leserreise


Unterm Kreuz des Südens

Zum zweiten Mal nimmt der „Südtiroler Landwirt“ interessierte Leser mit auf eine Fernreise. Sie führt vom 2. bis 17. Februar 2017 nach Namibia, die ehemalige deutsche Kolonie im Südwesten Afrikas. Voranmeldungen sind jetzt schon möglich. Lesen Sie mehr ...