Südtiroler Landwirt, Produktion | 15.09.2016

Kirschessigfliege: Es bleibt schwierig

Sie hat dem heimischen Beeren- und Steinobstbau in diesem Sommer herbe Verluste beschert: die Kirschessigfliege (Drosophila suzukii). Die Forschung ringt um Lösungsansätze, den Schädling in Griff zu bekommen. Die Weinbauern zittern. Mehr...

Bauernbund

Wie Peter Prossliner zum Europameister wurde
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Service

Wie Väter zusätzliches Familiengeld vom Land bekommen
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Produktion

Wieso die Kirschessigfliege so viele Sorgen bereitet
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Spezial

Wie gute Waldpflege funktioniert und sich rentiert
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EDITORIAL

Unternehmergeist für „Südtiroler“ Holz gefragt

Der Wald hat in Südtirol mehr Beachtung verdient. Noch immer führt er in der öffentlichen Wahrnehmung ein Schattendasein. Und dies, obwohl mehr als die Hälfte der Südtiroler Landesfläche bewaldet ist und in unserem Gebirgsland eine äußerst wichtige Schutzfunktion für die besiedelten Täler ausübt. Es gilt also, diesen Wald zu hegen und zu pflegen, sprich auch in ihn zu investieren, damit er intakt bleibt. Wald erfordert ein Denken in Generationen. Gefordert sind hier zum einen die Waldbesitzer. An sie richtet sich das Spezial „Wald und Holz“ (S. 37) in dieser Ausgabe – mit einem Schwerpunkt auf der wirtschaftlichen Durchforstung. Gefordert ist zum Teil auch die öffentliche Hand: Sie muss die Holznutzungs- und Durchforstungsprämien so bald wie möglich wieder öffnen. In unserem Gebirgsland mit seinen höheren Bringungskosten ist diese Ausgleichshilfe dringend nötig. Eine ganz entscheidende Frage aber richtet sich an die Wirtschaft selbst. Es geht darum, wie wir die Wertschöpfungskette beim Holz verlängern und somit möglichst viel Wertschöpfung im Land halten können. Es ist bisher – bis auf wenige Ausnahmen – leider nicht gelungen, richtig hochwertige, verarbeitete Südtiroler Produkte in größeren Mengen aus Südtiroler Holz herzustellen.Hier braucht es Unternehmerkultur, sprich Innovationsgeist, findige Betriebe und Kooperationswillen in allen betroffenen Branchen. Nicht zuletzt braucht es auch ganz bewusste Konsumenten, die wie bei vielen anderen Produkten bewusst zu Holz aus dem eigenen Lande greifen.

Siegfried Rinner, Bauernbund-Direktor


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Strasserhof_TourismusvereinEisacktal

Vorwärts zum Ursprung ...!

IHerbstzeit ist in Südtirol Törggelezeit. Da freuen sich Gäste und Einheimische gleichermaßen drauf. Allerdings hat die alte bäuerliche Tradition in den letzten Jahrzehnten ziemlich gelitten: Viel zu früh und bis hinaus ins letzte Bergtal wird heute das Törggelen angeboten. Das ist schade, weil viel verloren geht damit! Deshalb wurde die Initiative „Törggelen am Ursprung“ (S. 23) ins Leben gerufen: Qualitativ hochwertige Buschenschänke im Wein- und Kastanienanbaugebiet unseres Landes dürfen daran teil nehmen: So will man zurück zu den Wurzeln und zu einem Angebot, das stimmig und echt bäuerlich ist. So wird der alten Tradition neues Leben eingehaucht. rar


FLOP

FLOP_Ausschnitt

Erst jetzt ans Eingemachte …! 

Das neue Gesetz von Raumordnung und Landschaftsschutz (S. 4) ist eines der wichtigsten Vorhaben dieser Legislatur: Es geht um Grund und Boden, also die Lebensgrundlage für ganz Südtirol, gleichzeitig aber auch die Arbeitsgrundlage der bäuerlichen Familien. Beide Interessen müssen unter einen Hut! Jene, die vom Boden leben, müssen auf Augenhöhe mitgestalten können. Die politisch Verantwortlichen sind mit viel Grundsätzlichem an die Öffentlichkeit gegangen. Aber im Detail findet sich nun nur wenig von dem, was der Bauernbund im Vorfeld mit den politischen Vertretern besprochen hat. Hier geht es also erst jetzt ans Eingemachte!  sr


"Südtiroler Landwirt" - Leserreise


Unterm Kreuz des Südens

Die zweite Leserreise des „Südtiroler Landwirtes“ führt reisewillige Bauern und Freunde der Landwirtschaft nach Namibia in Afrikas Südwesten. Dort erleben sie Naturschauspiele, Landwirtschaft unter extremen Bedingungen sowie die einheimische Völkervielfalt und deutsche Kolonialgeschichte. Lesen Sie mehr ...