Südtiroler Landwirt, Produktion | 09.12.2016

Noch mehr Flexibilität gefragt

Der Apfelmarkt ist hart umkämpft. Entsprechend hoch sind die Herausforderungen, die auf Bauern und Vermarkter zukommen. VOG und VI.P geben sich aber kämpferisch: Mit Top-Qualität und neuen Sorten will man sich abheben und der Konkurrenz trotzen. Mehr...

Politik

Geprüft: Maßnahmen von LR Schuler für die Bergbauern
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Produktion

Gefordert: Welchen Weg der Weinbau gehen könnte
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Spezial

Gerüstet: Wie man im Stall effizient arbeiten kann
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EDITORIAL

Im Wettbewerb die Nase vorne behalten

Südtirol ist ein Apfelland. Und kein unbedeutendes. Das hat sich bei der diesjährigen Fachmesse Interpoma und dem dazugehörigen Kongress wieder eindrücklich gezeigt:  Mit einem Rekord von 20.000 Besuchern aus 70 Nationen war die zehnte Auflage der Interpoma die bisher erfolgreichste. Sie machte Bozen für drei Tage zum Nabel der Apfelwelt. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich die Besichtigungstouren, die während der Messe angeboten werden: Dabei lassen sich unsere modernen Vermarktungs- und Obstbaubetriebe über die Schultern schauen. Auch das ein Zeichen dafür, dass Südtirol in der großen Apfelwelt ein bedeutendes Wort mitzureden hat.
Die Ernte, die Südtirol in dieser Saison eingefahren hat, ist denn auch auf einem relativ stabil hohen Niveau. Glücklicherweise ist auch die Qualität wieder mehr als zufriedenstellend. Denn der globale Apfelmarkt, auf dem unsere Vermarktungsorganisationen das Produkt Südtiroler Apfel platzieren und an den Konsumenten bringen wollen, ist stark umkämpft. Es ist die „Südtiroler Qualität“, die es uns möglich macht, trotz der insgesamt schwierigen Marktlage für Äpfel relativ zuverlässige Abnehmer zu finden und die Nase im Wettbewerb vorne zu behalten. Deshalb müssen wir auch ständig daran arbeiten, dass es so bleibt: Durch mutige Schritte in der Sortenerneuerung, innovative Technologien und viel Flexibilität und Unternehmergeist um den Anforderungen der internationalen Märkte standhalten zu können. Diese Herausforderungen wollen und müssen wir annehmen. Damit Südtirol ein erfolgreiches Apfelland bleibt.

Leo Tiefenthaler, Bauernbund-Landesobmann


TOP

Jagd_Suedtirol

Ein wichtiger Etappensieg

Seit dem Verfassungsreferendum am vergangenen  Sonntag ist es fix: In Rom brechen wieder ungewissere Zeiten an. Da ist es umso positiver, dass mit zwei Bestimmungen zur Jagd kurz vor diesem Referendum jahrzehntelange zähe Verhandlungen zu einem wichtigen Etappenziel geführt haben. (S. 18)
Es war ein lang gehegter Wunsch, den Jagdbereich endlich autonom und den lokalen Bedürfnissen und Erfordernissen entsprechend regeln zu können. Auch wenn es in den Bestimmungen nach wie vor einige Hürden gibt – das Verständnis, dass die Jagd in Südtirol anders funktioniert und auch anders geregelt werden muss als im restlichen Italien, hat sich durchgesetzt.  bch


FLOP

Flop_Arbeitssicherheit

Völlig unnötige Panikmache

Die Arbeitssicherheitsverpflichtungen scheinen nicht aufzuhören, jetzt kommt der Auffrischungskurs für Traktorlenker auch noch dazu. Zurecht regen sich auch unsere Leser darüber auf. (S. 63). Dass es darüber hinaus aber auch noch Menschen gibt, die gezielt Halb- und Unwahrheiten dazu verbreiten und da-raus sogar Profit schlagen wollen, schlägt dem Fass den Boden aus. (S. 57) Damit sorgen sie bei den Bauern für unnötige Verunsicherung, und das kann niemand gebrauchen. Unsere Mitglieder wissen: Wann, wo, und unter welchen Bedingungen sie welche Kurse besuchen müssen, erfahren sie am sichersten in den Büros des Südtiroler Bauernbundes.  jh