Südtiroler Landwirt, Politik | 23.06.2016

Zentren stärken, Grünflächen entlasten

Südtirols künftige Raum- und Landschaftsplanung soll bestehende Bauflächen intelligent nutzen, statt unnötig Grünflächen verbrauchen. Dass es dazu einen langen Atem braucht, zeigte vor zwei Wochen die Tagung „Raum+“ in Marling. Mehr...

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EDITORIAL

Zentrale Strategie statt Zufallsprodukt

Allmählich beginnt die Aufbauarbeit Früchte zu tragen: Zum zweiten Mal hat die Plattform Land eine Tagung zum ländlichen Raum veranstaltet (S. 14). Heuer ging es um die „Innenentwicklung“: Wie kann man wertvollen Kulturgrund sparen und die Innenverdichtung der Orte intelligent vorantreiben?
Mehr als 80 Entscheidungsträger aus Politik und allen Teilen der Gesellschaft haben teilgenommen. Sie haben bestätigt, dass sie Innenentwicklung für wichtig halten und viele Impulse mitnehmen.
Eine der wichtigen Erkenntnisse ist: Gemeinden, Bezirke und Land werden dieses Ziel nicht erreichen, wenn sie es dem Zufall überlassen. Im Gegenteil: Alle Beteiligten müssen Innenentwicklung als großes, gemeinsames strategisches Ziel sehen!
Beispiele aus Bayern, Baden-Württemberg und Tirol bestätigen dies: Dort planen Gemeinden ihre Innenentwicklung ganz gezielt. Das startet bei der Bestandsaufnahme; setzt sich damit fort, dass die Innenentwicklung Chefsache – sprich Aufgabe des Bürgermeisters selbst ist. Und es endet beim Ziel, die Bürger voll in die Entscheidungnen mit einzubinden und zu überzeugen.
In Südtirol kommt diese Diskussion zur rechten Zeit: Denn die Landesregierung arbeitet derzeit am neuen Raumordnungs- und Landschaftsschutzgesetz, das den ländlichen Raum wesentlich mitbestimmen wird. Aber nicht nur dort muss der Gedanke der Innenentwicklung verankert sein. Wie Landeshauptmann Arno Kompatscher selbst gesagt hat: Auch andere Bereiche – vor allem die Förderungspolitik – müssen dem gleichen Ziel dienen!

Leo Tiefenthaler, Bauernbund-Landesobmann


TOP

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Sinnvoll genutzte Darlehen

Obst- und Weinbauern können im Rotationsfonds wieder um günstige Darlehen ansuchen (S. 37). Ein positives Signal an die gesamte Landwirtschaft! Denn Maschinen sind wichtige Betriebsmittel. Sowohl vom Obst- und Weinbau als auch von der Berglandwirtschaft wird derzeit eine Umrüstung auf umweltfreundlichere Ausbringungstechnik gefordert. Und allein die Sicherheit der Arbeitsgeräte, also der Schutz vor Arbeitsunfällen ist Grund genug, dass die öffentliche Hand hier investiert. Schließlich sendet die Politik auch positive Signale an die Berglandwirtschaft, indem sie nach Wegen sucht, um die zuletzt abgeschafften Verlustbeiträge wieder einzuführen. gst


FLOP

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Unsinnige Digitalisierung

Es gab einmal die Hoffnung: Computer machen alles einfacher. In Wahrheit ist heute vieles komplizierter. Früher füllte man einfach ein Formular aus, heute muss man dazu fast ein Software-Experte sein. Dennoch legen Staat und Land fast schon einen Digitalisierungswahn an den Tag (S. 7).
Dass bäuerliche Betriebe und viele andere Bürger oft überfordert sind und manche auch keine ordentliche Breitband-Anbindung haben: All das lässt Zweifel aufkommen, ob die Landesverwaltung schon das nötige Verständnis aufbringt. Zumal gerade sie in jüngster Vergangenheit nicht mit der optimalen Umsetzung digitaler Verwaltungsaufgaben gepunktet hat … gg


"Südtiroler Landwirt" - Leserreise


Unterm Kreuz des Südens

Zum zweiten Mal nimmt der „Südtiroler Landwirt“ interessierte Leser mit auf eine Fernreise. Sie führt vom 2. bis 17. Februar 2017 nach Namibia, die ehemalige deutsche Kolonie im Südwesten Afrikas. Voranmeldungen sind jetzt schon möglich. Lesen Sie mehr ...