Förderungen | 22.11.2004

Rinder, Ziegen, Schafe: Infos übers Bürgernetz

Mit der Nummer der Ohrmarke können über Internet alle notwendigen Informationen über Rinder, Schafe oder Ziegen eingeholt werden.

Vor allem im Vorfeld von Versteigerungen und Verkäufen kann dieser Service nützlich sein, weil damit rasch, unbürokratisch und kostenlos überprüft werden kann, ob die Tiere regelkonform gemeldet sind.

Haupt-Zielgruppe sind damit die Vereinigungen und Verbände, die Viehversteigerungen durchführen und verpflichtet sind, dafür zu sorgen, dass alle versteigerten Tiere ordnungsgemäß gemeldet und in der Viehdatenbank des Landestierärztlichen Dienstes eingetragen sind. Diese Kontrolle lief bisher über den Landestierärztlichen Dienst, an den sich die Versteigerer bzw. Verkäufer wenden mussten.

Vorgangsweise:
Damit die zentralen Informationen (Viehart, Rasse, Geschlecht und Geburtsdatum) zum Tier abgefragt werden können, muss die Identifizierungs-Nummer der Ohrmarke auf der entsprechenden Webseite der Abteilung Landwirtschaft eingegeben werden. Darüber hinaus erscheinen auch alle Informationen zum Betrieb, aus dem das Tier stammt, also etwa die Gemeinde, in der der Herkunftsbetrieb steht, der Betriebscode und der Name des Betriebsleiters.

Neben dem Service für die Vereinigungen und Verbände ist die neue schnelle Verbindung zur Viehdatenbank auch für Bauern von Interesse. Sie können überprüfen, inwieweit die Daten in der Viehdatenbank auch der aktuellen Situation in ihren Ställen entspricht und - sollten sie Abweichungen feststellen - dies dem zuständigen Amtstierarzt mitteilen. Noch eine dritte Funktion erfüllt der Link mit der zentralen Viehdatenbank. "Unsere Kontrollorgane haben so die Möglichkeit, schnell und unbürokratisch auf den Besitzer eines Tieres zu schließen", erklärt Landesrat Berger. Bisher konnten diese Informationen nur über einen direkten Zugang zur Viehdatenbank über den Landestierärztlichen Dienst abgefragt werden. Schließlich wäre der Link auch ein erster Schritt in einem möglichen Programm zur Rückverfolgbarkeit von Fleisch. "Auch dem Konsumenten wäre es so möglich, anhand der Ohrmarke, die bereits heute in einigen Metzgereien angegeben wird, auf die Herkunft des Tieres schließen zu können", so Berger.

Unter www.provinz.bz.it/landwirtschaft/cowfinder/cowfinder_search_d.aspx. steht der neue Webservice, der vom Landestierärztlichen Dienst der Abteilung Landwirtschaft gemeinsam mit dem Landesamt für technisch-wirtschaftliche Informatik und der Südtiroler Informatik AG erarbeitet worden ist, allen Interessierten kostenlos im Südtiroler Bürgernetz zur Verfügung.