Marketing | 10.08.2005

Raststättenplan für das Radwegenetz genehmigt

Am 20. Juni hat die Landesregierung den Raststättenplan für das Radwegenetz genehmigt. Insgesamt wurden 71 Raststätten ausgewiesen.

Grundsätzlich will man den Radlern alle 5 Kilometer eine Rastmöglichkeit bieten. Dabei werden folgende vier verschiedene Typen von Raststätten unterschieden:

Rastplatz
Als Rastplatz wird ein mit Bänken, Tischen, Infotafeln und eventuell mit Regenschutz ausgestatteter Platz verstanden. Rastplätze werden nicht im Raststättenplan eingetragen und von der Forstbehörde angelegt.

Radimbiss
Die zweite Kategorie ist der Radimbiss. Dieser ist mit frei zugänglichen Bänken, Tischen, Trinkwasser, Überdachung, WC, Grillstelle und Spielplatz ausgestattet. Die frei zugänglichen Anlagen werden überwacht und gepflegt. Es darf ein Imbiss- oder ein Verkaufskiosk für Erfrischungen und landwirtschaftliche Produkte im Ausmaß von maximal 20 m² errichtet werden. Eventuelle Sitzplätze dürfen nur im Freien sein.

Radstation
Die Radstation muss zumindest mit frei zugänglichen Bänken, Tischen, Wasser, Überdachung, WC, Grillstelle und Spielplatz ausgestattet sein. Außerdem können Gebäude für Restauration im Ausmaß von 120 m² (inklusive Nebenräume) errichtet werden. Die Tätigkeit kann sowohl im Rahmen einer gastgewerblichen Tätigkeit (LG. 58/88), im Rahmen von Urlaub auf dem Bauernhof (LG. 57/88) als auch im Rahmen eines Buschenschankes (LG. 39/78) ausgeübt werden. Sitzplätze können sowohl im Freien als auch im Lokal verwirklicht werden.
Eine eventuelle Verkaufsfläche für den Verkauf von Artikeln für den Radfahrerbedarf darf maximal 50 m² betragen. Sofern eine Radwerkstatt oder ein Radverleih eingerichtet werden, darf diese höchstens ein Ausmaß von 100 m² aufweisen.
Ein Radimbiss kann mit Beschluss der Landesregierung in eine Radstation umgewandelt werden.

Sondertyp
Schließlich gibt es noch einen Sondertyp der Raststätte, welche mit Infrastrukturen oder Bauten besonderer Art ausgestattet ist. Ein Beispiel dafür ist auch das Angebot der Übernachtungsmöglichkeit usw.. Dafür muss die Struktur allerdings im Bauleitplan entsprechend ausgewiesen sein.

Vielfach sind bereits bestehende Betriebe ins Radwegenetz eingetragen worden. Allerdings können entlang des Radwegenetzes auch neue Strukturen errichtet werden. Interessierte Betriebe können jederzeit in den Raststättenplan eingetragen werden. Diese Betriebe können sich an das Amt für überörtliche Raumordnung (Tel. 0471 414200) wenden.