Marketing | 09.04.2009

„Die Innovation steckt in der Tradition“

Den Platz in der Nische absichern und sich klar vom restlichen gastronomischen Angebot abgrenzen, ist auch weiterhin das Ziel der heimischen Hof- und Buschenschankbetreiber der Marke „Roter Hahn“ im Südtiroler Bauernbund. Unter anderem sollen verstärkt traditionelle, fast vergessene Gerichte in die Speisekarten Eingang finden, hieß es auf der Jahresversammlung am Uneraichnerhof in Barbian.

Neben traditionellen Speisen möchten die Betreiber vor allen mit seltenen Produkten punkten. „In Zukunft sollten vermehrt selten gewordene Obst- und Gemüsesorten ins Angebot aufgenomme werden“, erklärte Bauernbund-Landesobmann Leo Tiefenthaler, der den Schankbetreibern für ihre Bemühungen dankte. „Die bäuerlichen Hof- und Buschenschankbetriebe liegen im Trend. Sie bieten genau jenes Angebot, das sich Einheimische und Gäste wünschen: eine hohe Qualität, Rohprodukte, die vom Hof oder von anderen Bauernhöfen stammen und ein authentisches Ambiente.“ Die bäuerlichen Schankbetriebe stünden nicht in Konkurrenz zu anderen Anbietern, sondern seien eine Alternative im gastronomischen Angebot.
Für Hans J. Kienzl von der Abteilung Marketing im Südtiroler Bauernbund sind die bäuerlichen Schankbetriebe ein wichtiges Angebot der Marke „Roter Hahn“.
„Einerseits profitieren die bäuerlichen Schankbetriebe von der Bekanntheit der Marke „Roter Hahn“. Andererseits geben die bäuerlichen Schankbetriebe der Marke durch ihr qualitativ hochwertiges Angebot viel Stärke und Kraft zurück.“
Der Volkskundler Hans Grießmair ging in seinem Fachvortrag auf die Geschichte der bäuerlichen Esskultur ein. „Eines der traditionellsten Gerichte, die Schlutzkrapfen, sind aus einer Notsituation heraus entstanden. Sie werden bis heute gesotten und nicht gebacken, wie es für gefüllte Teigwaren eigentlich üblich war.“ Nach wie vor eine große Bedeutung in der bäuerlichen Küche hätten die kirchlichen Feiertage, die Wochentage, die verschiedenen Jahreszeiten und die saisonalen Produkte.
Die Jahresversammlung nutzen die Betreiber der 16 Hofschank- und 18 Buschenschankbetriebe dazu, Meinungen auszutauschen, Trends zu besprechen und bei einem Rundgang den Unteraichnerhof kennen zu lernen.

Zu den Hof- und Buschenschankbetrieben des „Roter Hahn“:
16 Hofschank- und 18 Buschenschankbetriebe tragen die Marke „Roter Hahn“. Sie sind im „Bäuerlicher Feinschmecker“ beschrieben. Die Betriebe werden strengen Qualitätskontrollen unterzogen. Dabei wird auf das bäuerliche Ambiente, eine gute Ausstattung und auf die typisch bäuerlichen Gerichte aus überwiegend eigenen, am Hof erzeugten Rohprodukten, geachtet. In den Buschenschankbetrieben, die im Gegensatz zu den Hofschankbetrieben in einem Weinbaugebiet liegen, werden die Eigenbauweine von einer Expertengruppe des Versuchszentrums Laimburg und des Arbeitskreises Weinbau im Südtiroler Bauernbund verkostet.
Der „Bäuerliche Feinschmecker“ liegt in den Tourismusvereinen auf oder ist kostenlos beim Südtiroler Bauernbund unter Tel. 0471 999308, Fax 0471 981171 oder per Mail info@roterhahn.it erhältlich. Alle Schankbetriebe sind zudem im Internet unter www.roterhahn.it abrufbar.