Marketing | 15.10.2009

Wettbewerb: "Tourismus trifft Landwirtschaft"

"Die Landwirtschaft und der Tourismus sind im Berggebiet eine Schicksalsgemeinschaft: Ein Sektor kann ohne den anderen nicht überleben." Klare Worte hat Landesrat Hans Berger heute gefunden, um das Verhältnis der Wirtschaftssektoren zu beschreiben. Anlass war die Vorstellung eines Wettbewerbs, über den vorbildliche Ideen für die Kooperation beider Sektoren gefunden werden sollen.

"Tourismus trifft Landwirtschaft" nennt sich der Wettbewerb, den das Ressort für Landwirtschaft und Tourismus des Landes gemeinsam mit dem Hoteliers- und Gastwirteverband (HGV) sowie dem Südtiroler Bauernbund (SBB) ausgeschrieben hat, um Ideen, aber auch Best-Practice-Beispiele für eine gelungene Zusammenarbeit der beiden Sektoren zu finden. Es solle, so waren sich Landesrat Berger, HGV-Präsident Walter Meister und SBB-Obmann Leo Tiefenthaler bei der Vorstellung einig, nicht der Eindruck erweckt werden, es gebe noch keine Kooperation zwischen den Sektoren. "Das Gegenteil ist der Fall, wir suchen aber neue Ideen, denn das Potential ist riesig", so Berger.

Der Landesrat betonte heute, dass es in erster Linie Tourismus und Landwirtschaft zu verdanken sei, wenn Südtirol nur mit einem blauen Auge aus der Wirtschaftskrise komme. "Wenn diese beiden Sektoren noch stärker zusammenarbeiten, dann sind sie der Garant dafür, dass wir auch künftige Stürme relativ unbeschadet überstehen", so Berger. Die Regionalität sei ein Schlüssel für eine erfolgreiche Entwicklung beider Sektoren. Deshalb gelte es, die Ressourcen in Südtirol zu nutzen, um für beide Sektoren eine solide Basis zu schaffen.

Der Ideenwettbewerb "Tourismus trifft Landwirtschaft" soll nun neue Anregungen bringen. Eingereicht werden können Projekte, Initiativen, Produkte oder Dienstleistungen, die eine Symbiose der beiden Bereiche ermöglichen. "Wir suchen keine Illusionen, sondern in den Jahren 2008/09 umgesetzte oder zumindest umsetzbare Ideen", so Berger. Und HGV-Präsident Meister ergänzt: "Es ist gut, wenn wir nicht nur Ideen im Kämmerchen wälzen, sondern auch von außen neue Ideen einholen."

Beteiligen können sich Private ebenso wie Unternehmen, Vereine oder Gemeinden. "Wir hoffen auch auf eine rege Beteiligung der Schulen", erklärt der Landesrat. Entgegen genommen werden die Vorschläge von der Firma "Transkom" (www.transkom.it), Einreicheschluss ist der 12. Februar 2010. "Dieser Wettbewerb", so schloss SBB-Obmann Tiefenthaler, "ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung."


Partnerschaft besiegelt: (v.l.) SBB-Obmann Tiefenthaler, LR Berger und HGV-Präsident Meister (Foto: LPA/Pertl)

LPA-Mitteilung