Marketing | 24.11.2009

Heimische Produkte im Handel: Berger trifft hds-Spitze

"Heimische Produkte und damit unsere Wirtschaft zu fördern, ist nur mit Hilfe des Dreigestirns Landwirtschaft, Tourismus und Handel möglich." Dieses Credo hat Landesrat Hans Berger gestern mit der Spitze des Handels- und Dienstleistungsverbands (hds) besprochen. Das gemeinsame Ziel ist, heimischen Produkten mehr Sichtbarkeit und Aufmerksamkeit zu verschaffen.

Im Gespräch mit hds-Präsident Walter Amort und Direktor Werner Frick ging es vor allem um eine möglichst effiziente Vermarktung heimischer Produkte. "Wir können feststellen, dass der Handel in diesem Bereich bereits eine Reihe von Initiativen gestartet hat, dass er sich aber auch noch stärker als Ansprechpartner der Landwirtschaft anbietet", so Berger. Zwar sei das Standbein der Direktvermarktung ein überaus wichtiges, es reiche aber nicht aus, um ein möglichst breites Angebot zu schaffen. "Wir sehen an Vorzeige-Projekten wie 'Ahrntal Natur', dass der Zugang zum Markt oft nur über die Zusammenarbeit mit dem Handel möglich wird", so der Landesrat.

Die Vermarktung heimischer Produkte sei zudem, so ist sich Berger sicher, nicht nur für die Landwirtschaft von Vorteil. "Dass Erzeugnisse unserer Bauern in den Regalen unserer Geschäfte zu finden sind, ist auch ein wichtiger Imagefaktor für den Handel, für den Tourismus und für das ganze Land", erklärt der Landesrat. Besprochen wurde gestern, wie den heimischen Produkten in den Geschäften mehr Sichtbarkeit verschafft werden könnte. "Es genügt schließlich nicht, dass diese besonderen Produkte irgendwo in den Regalen stehen, nur um von den Kunden übersehen zu werden", so Berger. Vielmehr müssten sie als heimische Erzeugnisse gekennzeichnet und mit entsprechenden Aktionen hervorgehoben werden.

Zur Sprache kam gestern darüber hinaus auch das Thema der Ladenöffnungszeiten, vor allem jenes der viel diskutierten Sonntagsöffnung. "Es gilt zu unterstreichen, dass die heute geltende Regelung den Geschäften bereits einen sehr weiten Spielraum einräumt, der allerdings noch nicht überall auch ausgeschöpft wird", so Berger, dem gegenüber die Vertreter des hds ihre Skepsis gegenüber einer allgemeinen Ausdehnung der Öffnungszeiten auch auf die Sonntage zum Ausdruck gebracht haben.