Marketing | 13.03.2011

Bäuerliche Schankbetriebe auf Erfolgskurs

Vollversammlung am Schnalshuberhof: Hof- und Buschenschänke steigern die Begehrlichkeit und schaffen Sprung in den Gourmet-Führer Gault Millau.

Sie sind aus dem gastronomischen Angebot nicht mehr wegzudenken und wegen ihrer Authentizität und der hofeigenen Produkte bei Einheimischen und Gästen immer beliebter: Kürzlich haben sich die bäuerlichen Schankbetreiber der Marke „Roter Hahn“ zur 5. Vollversammlung getroffen und auf ein gutes Jahr zurückgeblickt.

32 bäuerliche Hof- und Buschenschankbetriebe sind im Bäuerlichen Feinschmecker angeführt und tragen die Marke „Roter Hahn“. In den letzten Jahren haben sie die Betriebe zu wahren Geheimtipps entwickelt. „Die Besucher schätzen die einmalige Atmosphäre auf den Bauernhöfen, das familiäre Ambiente mit der Bauernfamilie, die noch selbst kocht bzw. bedient, die einfache, bodenständige Küche und nicht zuletzt die vielen hausgemachten Produkte“, erklärte Hans J. Kienzl, der Leiter der Abteilung Marketing im Südtiroler Bauernbund.
Um die hohe Qualität noch weiter zu verbessern, setzt der Südtiroler Bauernbund auf die Aus- und Weiterbildung der Betriebe. Zudem würden strenge Kontrollen der Ausstattung am Hof, des bäuerlichen Ambientes und der angebotenen Speisen für einen hohen Qualitätsstandard der „Roter Hahn“-Betriebe sorgen.
Dass die Hof- und Schankbetreiber der Marke „Roter Hahn“ damit auf dem richtigen Weg sind, hat auch der Gourmet-Führer Gault Millau bestätigt. „Nicht weniger als 11 Betriebe haben heuer das Prädikat „Empfehlung“ erhalten“, freute sich Hannes Knollseisen, der im Südtiroler Bauernbund die bäuerlichen Schankbetriebe betreut.
Besonders lobten Kienzl und Knollseisen den Zusammenhalt unter den Betrieben. „Die Broschüre „Bäuerlicher Feinschmecker“ wird auch in den Hof- und Buschenschänken selbst verteilt. Das bedeutet, dass jeder Betrieb auch für die anderen wirbt. Das ist vorbildlich und stärkt das Projekt „Roter Hahn“.
Höhepunkt der Vollversammlung war die Vorstellung der Betriebsphilosophie von Christian Pinggera vom Schankbetrieb des Jahres 2010, dem Schnalshuberhof in Oberplars/Algund. Pinggera hat die fast vollzählig anwesenden Hof- und Buschenschankbetreiber auf Authentizität und ein ehrliches Angebot eingeschworen. „Die Hof- und Buschenschankbetriebe bleiben dann erfolgreich, wenn jeder einzelne Betrieb seine Arbeit gut macht. Ein schlechtes Angebot auch nur auf einem Hof schadet allen „Roter Hahn“-Betrieben.“ Zudem gab Pinggera praxisnahe Tipps zur Beschreibung und Erklärung hofeigener Produkte.