Bauernbund | 05.05.2013

Bäuerin sein heißt Führungsperson sein

Das Ziel der erstmaligen SBO-Funktionärinnenschulung „Die Bäuerin in Führungspositionen“ war es, Bäuerinnen in Führungspositionen zu stärken und zu vernetzen.

Im April fand eine hochkarätige Weiterbildung für SBO-Funktionärinnen statt. In den 7 Modulen (24 Stunden) ging es um Persönlichkeitsbildung, um Aufbau von Führungsgremien, um Öffentlichkeitsarbeit, und Gemeindepolitik im Praxischeck, um Fraueninstitutionen, um Agrarpolitik und um Erfahrungsaustausch mit Expertinnen. Unter ihnen auch Landesbäuerin Hiltraud Erschbamer: „Viele Bäuerinnen führen bereits das „Unternehmen Bauernhof“, doch ist es notwendig, sie in ihrer Führungsposition als Bäuerin und Funktionärin zu stärken“. Dazu braucht es Selbstsicherheit, sicheres Auftreten, fachliches Wissen.

Vernetzung der Bäuerinnen sehr wichtig
Die Aus- und Weiterbildung, der Austausch der Frauen untereinander, die gegenseitige Motivation ist das Um und Auf, um Frauen in Führungspositionen zu hieven bzw. zu stärken. Langfristig wird es selbstverständlich sein, dass auch Bäuerinnen nicht nur am Hof, sondern auch in der Öffentlichkeit Führungspositionen auf allen Ebenen übernehmen. „Es ist schön zu sehen, dass es bereits viele starke Frauen gibt, die außerhalb ihres landwirtschaftlichen Betriebes eine verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen“, so Landesbäuerin Erschbamer. Die Vernetzung dieser Frauen ist wichtig, damit ihre Arbeit sichtbar wird und sie damit mehr Mut haben, Führungspositionen anzunehmen und so Vorbilder für andere sind.

Profitieren durch Erfahrungsaustausch
Durch den Erfahrungsaustausch mit Expertinnen erhielten die Bäuerinnen das nötige Wissen. Das fachspezifische Wissen zum Thema Agrarpolitik vermittelten den Bäuerinnen Regionalratspräsidentin Rosa Thaler und L.-Abg. Maria Kuenzer. In der Diskussionsrunde mit den Führungsfrauen Annemarie Kaser (Direktorin Sennereiverband Südtirol), Angelika Wiedmer (Bürgermeisterin Mölten), Paulina Schwarz (Geschäftsführerin des Beratungs- und Dienstleistungsunternehmens „Pronorm Consulting GmbH“ in Bozen), Simone Wasserer (Gleichstellungsrätin) wurde klar: In den letzten 20 Jahren hat sich viel verändert, zum Positiven für die Frauen. Heute dürfen Frauen Familie und Arbeit kombinieren und einigen gelingt es bereits, Führungspositionen zu übernehmen. „Die Frauen müssen lernen zu sagen was sie wollen und in ihren Handlung konsequent und berechenbar sein“, so Annemarie Kaser, „dann haben es die Frauen in den Führungspositionen leichter“. Es braucht ein gutes Selbstwertgefühl, und deshalb müssen die Frauen lernen zu sagen, was sie wollen.
Insgesamt 15 Bäuerinnen erhielten zum Schluss der Schulung „Die Bäuerin in Führungspositionen“ (ESF) ein Zertifikat, überreicht von der Landesbäuerin Hiltraud Erschbamer und Matthias Bertagnolli, Leiter der SBB-Weiterbildungsgenossenschaft.

Bildtext: 15 starke Frauen erhielten ein Zertifikat zur SBO-Funktionärinnenschulung „Die Bäuerin in Führungspositionen“ (ESF), im Bild mit Regionalratspräsidentin Rosa Thaler und L. Abg. Maria Kuenzer.