Bauernbund | 31.05.2013

Rolle der Landwirtschaft anerkennen

Anlässlich des Weltbauerntages erinnert der Südtiroler Bauernbund an die vielfältigen Aufgaben der Landwirtschaft. Die Ernährung von über neun Milliarden Menschen und der Klimaschutz werden die Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte sein.

Obwohl die Landwirtschaft Mittel zum Leben produziert und darüber hinaus eine Reihe von existentiellen Aufgaben erfüllt, werden die Leistungen der Bäuerinnen und Bauern nicht immer ausreichend geschätzt. „Gerade zum Weltbauerntag am 1. Juni ist es uns deshalb ein Anliegen, auf die Bedeutung der Landwirtschaft hinzuweisen“, erklärt Bauernbund-Obmann Leo Tiefenthaler. In Zukunft müssen Bäuerinnen und Bauern weltweit über neun Milliarden Menschen ernähren. „Lebensmittelversorgung und Lebensmittelsicherheit sind nur mit einer funktionierenden Landwirtschaft möglich. Und eines der großen Ziele der Vereinten Nationen, die Bekämpfung des Hungers, geht auch nur über die Landwirtschaft“, so Tiefenthaler. Dabei müsste besonders auf die kleinbäuerlichen Familienbetriebe geachtet werden. „Sie sind es, die die Hauptverantwortung zu tragen haben, und nicht die großen Agrarindustriebetriebe“. Neben der Lebensmittelproduktion ist der Klima- und Umweltschutz eine weitere Herausforderung. „Die Land- und Forstwirtschaft wird sich noch stärker der Herausforderung Umweltschutz stellen. Unser Ziel muss sein, weltweit nachhaltiger und ressourcenschonender zu produzieren“.
Sozusagen als „Nebenprodukt“ der Bewirtschaftung des Bodens und der Lebensmittelerzeugung gestalten und pflegen Bauern weltweit die Kulturlandschaft. „Gerade in Südtirol als Tourismusregion ist dieser Umstand von großer Bedeutung.“
Zudem ist die Landwirtschaft ein wichtiger Arbeitgeber. „Weltweit leben 2,6 Milliarden Menschen direkt oder indirekt von der Landwirtschaft.“

Mit dem Kauf lokaler bäuerlicher Produkte die Landwirtschaft unterstützen Auch für Südtirol ist eine funktionierende Landwirtschaft von größter Bedeutung. „Jeder von uns kann die heimische Landwirtschaft unterstützen. Die beste Wertschätzung ist, einheimische Lebensmittel zu erwerben“, so Tiefenthaler. Nur dann seien eine flächendeckende Bewirtschaftung und damit die Pflege der Kulturlandschaft gesichert. Und davon profitiere jeder Bürger.