Bauernbund | 18.06.2013

Bauernbund vergibt Studienförderpreis

Hermann Stuppner und Stefan Gasser sind die Gewinner des Studienförderpreises des Südtiroler Bauernbundes. Der Förderpreis wird für besondere Forschungsarbeiten an der Freien Universität Bozen vergeben.

Ulrich Höllrigl, Leo Tiefenthaler, Stefan Gasser, Hermann Stuppner und Prof. Christian Fischer

Ulrich Höllrigl, Leo Tiefenthaler, Stefan Gasser, Hermann Stuppner und Prof. Christian Fischer

Seit einigen Jahren arbeiten die Freie Universität Bozen und der Südtiroler Bauernbund verstärkt auf verschiedenen Ebenen zusammen. Neben einem Expertenaustausch im Bereich der Lehre bzw. der Schulung und der Bearbeitung von Diplomarbeitsthemen wurde die Vergabe eines Studienförderpreises beschlossen. Den Preis haben heuer Hermann Stuppner und Stefan Gasser erhalten. Stuppner hat sich in seiner Master Thesis mit der Sinnhaftigkeit und der Umsetzbarkeit der biologischen Milchproduktion beschäftigt. Ziel der Arbeit war es, anhand von vier Modellbetrieben im Eggental zu untersuchen, inwieweit die Biomilchproduktion für bäuerliche Betriebe interessant ist. Die Ergebnisse zeigen, dass die Produktion von Biomilch für alle Betriebstypen rentabler wäre als die konventionelle. Analysiert wurde auch, warum viele Bauern dennoch nicht bereit sind, auf die biologische Produktion umzusteigen. Die Untersuchung ergab, dass die strukturellen Voraussetzungen den Bauern einen Umstieg nicht ermöglichen oder die notwendigen betrieblichen und organisatorischen Veränderungen sie davor abschrecken.

Stefan Gasser hat sich in seiner Abschlussarbeit mit dem Reputationsmanagement für die Apfelanbauwirtschaft in Südtirol beschäftigt. Anhand von Literaturrecherchen und Expertenbefragungen konnten 20 Ansätze für ein besseres Image des Südtiroler Apfelanbaues erarbeitet werden. Mit mehr Information über den Integrierten Obstbau, einer besseren Kommunikation des Berufs Landwirt, dem Aufbau von Schauobstgärten und Obstwanderwegen, der Erweiterung der Rückverfolgbarkeitssysteme sowie ökologischen und ästhetischen Verbesserungen der Obstanlagen lässt sich der Ruf der Apfelproduktion verbessern.

Die Ergebnisse beider Arbeiten bieten eine wichtige Entscheidungshilfe sowohl für die Milchwirtschaft als auch für die Verantwortlichen im Obstbau.