Betriebsberatung | 18.06.2013

Qualitätsfleischprogramm

Erfolgreiche Versuchsphase, Tiere gesucht

Im Mai 2007 wurde im Rahmen des Südtiroler Qualitätsfleischprojektes die Pilotphase der Rindfleischvermarktung begonnen. In den vergangenen Monaten konnten dabei vom Viehvermarktungskonsortium Kovieh über 20 Stück Vieh an ausgewählte Metzgereien verkauft werden. Die durchwegs positiven Rückmeldungen seitens der Metzgereibetriebe schlagen sich auch in Form einer erhöhten Nachfrage an Qualitätsrindern nieder. Das Kovieh ist daher auf der Suche nach zusätzlichen Lieferanten, die entsprechende Fleischqualitäten bieten können.

Die hohen Qualitäten der gelieferten Ware haben sowohl die Metzger wie auch die Betreiber des Programms positiv überrascht. Vor allem bei den Kalbinnen, den Stiere und Mutterkuhkälbern konnten bei der Schlachtkörperklassifizierung konstant hohe Einstufungen erreicht werden. Einzig bei den Milchkälbern konnten bei der Farbe des Fleisches nicht immer die erwarteten Anforderungen erfüllt werden. Die momentan laufende Versuchsphase soll in erster Linie dazu dienen, sämtliche Schritte des Verfahrensablaufes zwischen Bauernhof und Metzgerei organisatorisch einzuspielen und zu optimieren.

Verfügbare Tiere beim Kovieh melden
Der Ablauf sei hier in aller Kürze nochmals beschrieben: Die am Qualitätsfleischprojekt beteiligten Bauern melden rechtzeitig verfügbare Tiere beim Kovieh, wo die Tiere in einer entsprechenden Datenbank aufgenommen werden. Entsprechend der Verfügbarkeit von schlachtreifen Tieren und dem Rindfleischbedarf der beteiligten Metzgereibetriebe koordiniert die zuständige Person im Kovieh die Bereitstellung von Südtiroler Qualitätsfleisch. Der Viehtransport vom Bauernhof zum Schlachthof wird kostengünstig zusammen mit den Transporten der Viehversteigerungen abgewickelt. Nach erfolgter Schlachtung wird der Schlachtkörper von einem ausgebildeten Fleischklassifizierer bewertet. Nach Absprache mit den beteiligten Metzgern wird die Zustellung der Fleischteile in die Wege geleitet. Die gesamte Rechnungslegung wird direkt über das Kovieh abgewickelt.
Die Auszahlungspreise werden in regelmäßigen Abständen von einer Preiskommission zwischen je einem Vertreter des Kovieh, der Bauern sowie der Metzger festgelegt und den aktuellen Marktentwicklungen angepasst. Die Preisstaffelung unterliegt den Bewertungsergebnissen der Schlachtkörperklassifizierung nach der EUROP-Norm. Somit wird gewährleistet, für qualitativ hochwertige Tiere entsprechende Mehrpreise erzielen zu können.

Genau definierte Produktionskriterien
Die am Südtiroler Qualitätsfleischprogramm beteiligten Landwirte verpflichten sich, ihre Wirtschaftsweise nach genau definierten Produktionskriterien auszurichten. Eckpfeiler der Produktionsrichtlinien ist die 100-prozentige Regionalität der Tiere. Sie müssen ausschließlich aus Südtiroler Nachzucht stammen, damit sie das Prädikat „Südtiroler Qualitätsfleisch“ tragen dürfen. Die Rückverfolgbarkeit des Fleisches ist daher ein Kernstück dieses Programms. Das Landwirtschaftsministerium in Rom hat inzwischen die erforderlichen Genehmigungen zum elektronischen Etikettierungssystem erteilt, sodass bis Ende dieses Jahres die notwendigen technischen Ausstattungen im Kovieh, bei den Schlachthöfen und Metzgereien erfolgen werden. Das Fleisch kann dann mit entsprechenden Etiketten versehen, von den Kunden als garantiert einheimisches Qualitätsfleisch erkannt und bis zum Bauernhof zurück überprüft werden.
Sämtliche Betriebe, die an einer Zusammenarbeit interessiert sind, werden von Mitarbeitern des Kovieh besucht, um einerseits die betrieblichen Voraussetzungen festzustellen und auch entsprechende Detailinformationen weiterzugeben.

Interessierte Bauern können sich beim zuständigen Ansprechpartner im Kovieh, Daniel Prossliner, nähere Informationen zum Südtiroler Qualitätsfleischprogramm einzuholen.
Viehvermarktungskonsortium Kovieh
Haus der Tierzucht, Galvanistrasse 38, 39100 Bozen.
Tel. 0471 063860, Fax 0471 063861
oder E-Mail: info@kovieh.com