Bauernbund | 19.06.2013

Tiefenthaler trifft Landwirtschaftsministerin

Auf der Vollversammlung des italienischen Bauernverbandes Confagricoltura ist Bauernbund-Obmann Leo Tiefenthaler mit der neuen italienischen Agrarministerin Nunzia de Girolamo zusammengetroffen. Dabei wies Tiefenthaler unter anderem auf die Anliegen der heimischen Landwirtschaft hin.

Leo Tiefenthaler nutzte beim Treffen mit der neuen Agrarministerin De Girolamo und Präsident Guidi die Chance, Anliegen der heimischen Landwirtschaft vorzubringen.

Leo Tiefenthaler nutzte beim Treffen mit der neuen Agrarministerin De Girolamo und Präsident Guidi die Chance, Anliegen der heimischen Landwirtschaft vorzubringen.

Zwar steht die italienische Landwirtschaft in der Krise besser da als andere Sektoren, dennoch war die Stimmung auf der Vollversammlung getrübt: Seit Jahren haben die italienischen Bauern mit sinkenden Preisen und steigenden Betriebskosten zu kämpfen. Nun sei es an der Zeit, den vielen Worten endlich Taten folgen zu lassen, so das Anliegen des Präsidenten der Confagricoltura Mario Guidi. „Wir fordern klare Perspektiven für die Landwirtschaft. Dazu sind ein einfacher Zugang zu Krediten, die Zuweisung von Demanialgründen an Junglandwirte, eine stärkere Internationalisierung und mehr Sensibilität für „0 Kilometer“-Lebensmittel notwendig“, erklärte Guidi. Tiefenthaler unterstrich im Gespräch mit De Girolamo und Guidi die Forderung der Confagricoltura, hob aber gleichzeitig die besonderen Anliegen der Südtiroler Landwirtschaft hervor. Dazu gehören unter anderem der Kampf gegen die Bürokratie und eine stärkere Berücksichtigung der Erschwernisse des Berggebietes bei der Vergabe nationaler Agrarförderungen. Vereinfachung sollte es auch auf dem Arbeitsmarkt, bei SISTRI, der Arbeitssicherheit und den Brandschutzbestimmungen geben. „Erleichterungen würden den kleinen Betrieben helfen und dabei noch völlig kostenfrei für die italienischen Staatskassen sein“, erklärte Tiefenthaler. Die Ministerin zeigte großes Verständnis für die Anliegen und versprach, sich für die Forderungen der Landwirtschaft innerhalb der Regierung einzusetzen. Bereits in den nächsten Wochen dürften erste konkrete Anliegen umgesetzt werden.