Bauernbund | 16.07.2013

Wichtiger Etappensieg

In Italien darf bis auf weiteres kein gentechnisch veränderter Mais der Sorte MON 810 angebaut werden. Eine Bestätigung für Südtirols hartnäckige Anti-GVO-Politik.

Gleich drei Minister – jene für Gesundheit, für Landwirtschaft und Umwelt – haben am Wochenende per Dekret die Aussaat des gentechnisch veränderten Mais MON 810 staatsweit verboten. Mit dem einstweiligen Verbot macht sich der Staat die Linie zu eigen, die Südtirol gemeinsam mit einer Reihe von Partnerregionen bereits seit Jahren fährt. „Wir haben uns stets gegen eine Liberalisierung der Aussaat gewehrt, weil wir überzeugt sind, dass dies im Sinne von Landwirtschaft, Umwelt und Verbrauchern ist“, erklärt Landeshauptmann Luis Durnwalder.

Die Maissorte MON810 des US-amerikanischen Agrarkonzerns Monsanto ist eine der am häufigsten verwendeten GVO-Maissorten weltweit. Inzwischen sinkt die Verbreitung zugunsten neuerer transgener Sorten mit kombinierter Insekten- und Herbizidresistenz. Der Anbau von MON 810 ist unter anderem auch in Deutschland, Österreich, Frankreich, Ungarn, Luxemburg und Griechenland nicht erlaubt.

In Südtirol ist die Aussaat von gentechnisch veränderten Pflanzen seit Ende 2010 per Landesgesetz verboten, um die Umwelt, die Biodiversität und die traditionelle Landwirtschaft zu schützen. Bereits vorher hatte eine Übergangsregelung dafür gesorgt, dass keine gentechnisch veränderten Organismen ausgesät werden konnten.