Bauernbund | 19.09.2013

OECD-Bericht: Agrarförderungen gestiegen

Laut OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) ist in den weltweit führenden Agrarländern die staatliche Unterstützung für die Landwirtschaft im Jahr 2012 - nach einem historischen Tief - wieder gewachsen. von AIZ

Insgesamt stieg die finanzielle Unterstützung durch Regierungen im vergangenen Jahr auf 17 Prozent der Bruttoeinkünfte von Agrarbetrieben. 2011 hatten sie noch bei 15 Prozentgelegen, wie aus dem heute in Brüssel präsentierten OECD-Bericht "Agricultural Policy Monitoring and Evaluation 2013 " hervorgeht. Demnach erfahren die höchsten Unterstützungen im OECD-Raum Landwirte in Japan (56 Prozent), Korea (54 Prozent), Norwegen (63 Prozent) und der Schweiz (57 Prozent). Auf der anderen Seite stehen Australien, Chile und Neuseeland, wo Erzeuger nur 1 bis 3 Prozent ihres Bruttoeinkommens vom Staat erhalten.

In der Europäischen Union stieg die Unterstützung von 18 auf 19 Prozent. Umfang und Ausrichtung der Zahlungen werden sich nach Einschätzung der Autoren auch durch die im Juni beschlossene Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nicht ändern, die den landwirtschaftspolitischen Rahmen bis 2020 festlegt. Kritisch vermerkt der Bericht, dass Zahlungen selbst dort, wo sie kaum noch an die Produktion gekoppelt sind, auf angestammten Anrechten oder auf der Größe eines Betriebes beruhen. Dadurch profitierten vor allem größere Produzenten. Sinnvoller sei es, die Ausgaben an spezifische Ziele zu binden, so etwa das Wohl ländlicher Gemeinden, Umweltstandards oder den Ausgleich niedriger Einkommen.