Innovation, Bauernbund | 24.09.2013

Zweite erfolgreiche Regiokorn-Ernte in Südtirol

350 Tonnen Roggen und Dinkel wurden heuer auf einer Fläche von 82 Hektar geerntet. Diese Zahlen zeigen, dass das Interesse am Getreideanbau wächst. von EOS

Die zweite Getreideernte im Rahmen des Projekts Regiokorn ist eingebracht. Die Bilanz des von TIS innovation park, Südtiroler Bauernbund und Versuchszentrum Laimburg ins Leben gerufene Projekts Regiokorn lässt sich sehen: 2013 stieg die Anbaufläche um 10 Hektar, sowie die Ernte um 50 Tonnen. Insgesamt wurden somit auf 82 Hektar im Vinschgau, Eisacktal und Pustertal 350 Tonnen Getreide geerntet. Das erfolgreiche Projekt Regiokorn wird von der EOS- Export Organisation der Handelskammer Bozen unterstützt und vom Europäischen Sozialfond mitfinanziert. Ziel der gemeinsamen Initiative ist es, das traditionelle Netzwerk zwischen Bauern, Müllern und Bäckern wieder aufleben zu lassen, sowie die Vielfalt der Kulturlandschaft zu erhalten. Die lokal angebauten Getreidesorten, Roggen und Dinkel, werden in der Meraner Mühle gemahlen und an 47 Südtiroler Bäcker verkauft. Diese verarbeitet das Mehl zu Südtiroler Brot- und Backspezialitäten.
Aufgrund der steigenden Nachfrage nach lokalen Produkten stellt der Anbau von Getreide in der Berglandwirtschaft wieder einen interessanten Nebenerwerb dar. „Die durchschnittlichen Flächenerträge liegen heuer bei naturnahem Roggen und Dinkel etwas niedriger als im Vorjahr, in dem Spitzenerträge erzielt wurden. Die Erntemenge von biologisch zertifiziertem Roggen und Dinkel nahm hingegen zu“, sagt Hansjörg Prast, Direktor der EOS, Export Organisation Südtirol der Handelskammer Bozen. „Hinsichtlich der Qualität überzeugt die diesjährige Ernte, da 99 Prozent des Getreides die hohen Regiokorn-Qualitätsanforderungen erfüllt. Die am Regiokorn beteiligten Bäcker sollten damit über die besten Voraussetzungen verfügen, um aus dem heimischen Korn schmackhafte Brot- und Backwaren mit dem Qualitätszeichen zu erzeugen“.