Bauernbund | 17.10.2013

„Vinea Tirolensis“ erstmals auf Hotelmesse

Wein-Individualisten haben sie schon lange als jährlichen Fixtermin in ihren Kalender aufgenommen: die Vinea Tirolensis. Heuer ändern sich sowohl der Austragungsort als auch der Termin.

Barbara und Josephus Mayr des Erbhofes Unterganzner (Mitglieder FWS), Armin Kobler (FWS-Vizepräsident), Margareth Mumelter (Präsidentin FWS-Aufsichtsrat) und Peter Robatscher (FWS-Direktor)

Barbara und Josephus Mayr des Erbhofes Unterganzner (Mitglieder FWS), Armin Kobler (FWS-Vizepräsident), Margareth Mumelter (Präsidentin FWS-Aufsichtsrat) und Peter Robatscher (FWS-Direktor)

Die Vinea Tirolensis zieht um: Nicht mehr auf verschiedenen Höfen der Mitglieder empfängt sie ihre Besucher, sondern im Rahmen der Hotelmesse „Hotel2013” auf dem Gelände der Messe Bozen. Und damit ändert sich auch der Termin: Statt im Sommer findet die Weinmesse der Freien Weinbauern Südtirol (FWS) nun im Herbst statt: am 23. Oktober von 11 bis 18 Uhr.


Die Vinea Tirolensis begibt sich so in illustre Gesellschaft: Auch Autochtona und Tasting Lagrein finden im Rahmen der Hotelmesse statt. Nicht geändert hat sich das Ziel der Veranstalter, nämlich als Schaufenster für Wein-Individualisten die ganze Vielfalt der Freien Weinbauern zu zeigen. Laut FWS-Vizepräsident Armin Kobler stehen die Freien Weinbauern für Authentizität und Einzigartigkeit: „Wir achten auf eine sehr hohe Qualität der Trauben, verarbeiten sie in Eigenregie weiter und können so den gesamten Produktionsprozess – von der Rebe bis zum Glas – exakt verfolgen.“ Ergebnis sind auch mehrfach prämierte Tropfen. Wie diese Vielfalt und Erlesenheit ausfällt, davon können sich Weinliebhaber Jahr für Jahr bei der traditionellen Verkostungsveranstaltung „Vinea Tirolensis“ selbst ein Bild machen – heuer zum 14. Mal.

Durch ihren erstmaligen Auftritt als „Messe in der Messe“ – wie Kobler sagt – „erhöht sich unsere Sichtbarkeit und wir kommen noch einfacher in Kontakt mit Weinliebhabern, Experten aus der Gastronomie, dem Weinhandel und der Fachwelt.“ Zudem eignet sich der Herbst klimatisch besser als der Sommer für eine Verkostung dieser Art.

66 Mitglieder der Vereinigung FWS präsentieren rund 350 ihrer besten Weine. Sie stammen aus allen Teilen Südtirols - vom Vinschgau und dem Eisacktal bis ins Unterland. Auch in der Größe der Betriebe unterscheiden sie sich stark, reichen doch die bearbeiteten Flächen von einem halben bis hin zu 50 Hektar.

Spannende Gäste
Wie jedes Jahr beherbergt die „Vinea Tirolensis“ auch in der Edition 2013 spannende Gäste: Acht Winzerkollegen der italienischen Dachorganisation der Freien Weinbauern FIVI werden erwartet: aus dem Piemont, der Toskana, Lombardei, Veneto und dem Trentino.

Höhepunkt des Rahmenprogramms ist das Fachseminar „Die Vielfalt des Vernatsch“. Es soll die ganze Bandbreite von einer der traditionsreichsten autochthonen Rebsorten Südtirols aufzeigen. Verkostet werden können Vernatschweine von FWS-Mitgliedern aus allen Haupt-Anbauzonen des Landes: Bozner Leiten, St. Magdalena, Meraner Hügel, Kalterersee und Vernatsch.

Für die kulinarische Verpflegung sorgt „Ahrntal Natur“. Der preisgekrönte Vermarkter von lokalen Produkten wird die Besucher mit so genannten Südtiroler Presidi verwöhnen, authentische Erzeugnisse also, die laut der Organisation „Slow Food“ typisch für eine Region sind. Im Falle Südtirols sind es: das Vinschger Ur-Paarl, Graukäse aus dem Ahrntal sowie Produkte vom Villnösser Brillenschaf und dem heimischen Grauvieh.