Innovation | 24.10.2013

Zahlen und Fakten zur Regiokorn-Ernte

Am 18. Oktober haben das Versuchszentrum Laimburg gemeinsam mit der Meraner Mühle und Bäckerinnungsmeister Benjamin Profanter den 35 Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Bilanz des Erntejahrs 2013 in Dietenheim vorgestellt. von VZ Laimburg

Auf 82 Hektar Anbaufläche ist die Getreideanbaufläche im Vinschgau, Eisack- und Pustertal mittlerweile angewachsen. 2013 haben 58 Landwirte insgesamt 350 Tonnen Roggen und Dinkel geerntet. Die diesjährige Ernte überzeugt durch ihre Qualität: 99 Prozent des geernteten Getreides hat die hohen Qualitätsanforderungen des Projekts Regiokorn erfüllt. „Als Müller liegt mir die Qualität des Getreides sehr am Herzen, denn sie ist die Voraussetzung für schmackhafte Produkte. Daher freut es mich besonders, dass auch heuer wieder das Getreide von Südtirols Feldern so hervorragend abschneidet und wir regionale Top-Produkte erwarten können“, sagt Rudolf von Berg von der Meraner Mühle.

 Getreideanbau rechnet sich

Bereits 2012 haben die Untersuchungen zur Wirtschaftlichkeit des Getreideanbaus durch das Versuchszentrum Laimburg ergeben, dass sich der Anbau für die Landwirte rechnet. Diese Ergebnisse werden auch durch das zweite Anbaujahr bestätigt, wie Simone Seling, Mitarbeiterin des Projekts Regiokorn ausführt: „Die Studie zu den Produktionskosten im Regiokorn-Projekt zeigt, dass sich die Anbaukosten durchschnittlich auf ein Drittel der Einnahmen belaufen.“ 

 Regiokorn-Brot kommt gut an – EOS unterstützt Vermarktung

Das Regiokorn-Brot kommt gut an. „Der Kunde nimmt das Brot aus regionalem Getreide gut an. Wir möchten Regiokorn zu einer fixen Größe machen und sind dabei, die Palette um den Weizen zu erweitern“, sagt Benjamin Profanter, Innungsmeister der Südtiroler Bäcker. Bei der Vermarktung werden die Bäcker auch von der Export Organisation Südtirol (EOS) unterstützt. So sind die Brotspezialitäten aus Regiokorn-Getreide bzw. -Mehl mit dem Qualitätszeichen Südtirol gekennzeichnet. Dies bedeutet, dass das Produkt von der Verarbeitung in der Mühle bis zum Verkauf den strengen Kontrollen des Qualitätszeichens unterliegt und der Konsument sich auf die Qualität des Produkts verlassen kann. Die Marke Regiokorn garantiert, dass einheimisches Getreide verarbeitet wird.

 Das Projekt Regiokorn 

Ziel des Projekts Regiokorn ist es, den Getreideanbau in Südtirol wiederzubeleben. Das lokal angebaute Getreide wird in der Meraner Mühle verarbeitet und an Südtiroler Bäcker verkauft, die das Mehl zu Südtiroler Brotspezialitäten verarbeiten. Das TIS koordiniert das Gesamtprojekt, hat Anbauer mit Mühle und Bäckern zusammengebracht sowie den Abschluss der Abnahme- und Preisvereinbarungen vorbereitet. Der Südtiroler Bauernbund hat die Bauern für den Getreideanbau gewonnen und betreut diese, während das Versuchszentrum Laimburg die Bauern in allen Fragen vom Anbau bis zur Ernte berät. Die Export Organisation Südtirol (EOS) und der Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol (hds) unterstützen die Bäcker, das Regiokorn-Brot optimal auf dem Markt zu positionieren.