Marketing | 29.10.2013

Polizeiliche Gästemeldung nur mehr telematisch möglich

Letztes Jahr wurde die telematische Gästemeldung verpflichtend eingeführt. Bisher wurde aber noch die übliche Meldung in Papierform akzeptiert. Nun hat die Quästur Bozen mittels Rundschreiben vom 15. Oktober 2013 mitgeteilt, dass eine Abgabe in Papierform nicht mehr geduldet wird. Im selben Rundschreiben wird außerdem mitgeteilt, dass die Dateneingabe auch durch Dritte (z.B. andere Betriebe oder Tourismusverein) erfolgen kann.

Die telematische Übermittlung der Daten erfolgt über das Internet und ist kostenlos. Dazu ist keine eigene Hotelsoftware notwendig. Notwendig sind ein Computer und ein Internetzugang. Um den Dienst nutzen zu können, muss der Betrieb um einen Zugang bei der Quästur bzw. bei dem örtlich zuständigen Polizeikommissariat ansuchen. Die Unterlagen hierzu können unter http://questure.poliziadistato.it/Bolzano/articolo-6-96-8304-3.htm heruntergeladen werden. Die Meldung der Gäste selbst erfolgt unter https://alloggiatiweb.poliziadistato.it/PortaleAlloggiati/. Ins Internet müssen dieselben Daten eingegeben werden, wie bei den bisherigen Meldeblättern.

Zu beachten sind folgende Neuerungen:

  • Hält sich der Gast weniger als 24 Stunden im Betrieb auf (z.B. nur eine Übernachtung), so muss die Anmeldung umgehend bei seiner Ankunft erfolgen.
  • Bei Aufenthalten von mehr als 24 Stunden ist auch die Anmeldefrist innerhalb von 24 Stunden gleich geblieben.
  • In Zukunft müssen auch die Anzahl der Tage des Aufenthaltes angegeben werden. Sollte der Gast früher abreisen als ursprünglich gebucht, so muss laut Auskunft der Quästur keine weitere Meldung gemacht werden. Sollte der Gast den Aufenthalt verlängern, so muss eine neue Anmeldung erfolgen.
  • Eine Mitteilung mittels Fax oder PEC-Adresse (zertifiziertes E-mail) ist nur mehr in Ausnahmefällen zulässig. Sollte es bei der telematischen Übermittlung der Daten technische Schwierigkeiten geben (z.B. Programmfehler, Stromausfälle, Schäden am Computer), ist dies unmittelbar durch jedes Mittel (Telefon, E-mail ...) der Quästur mitzuteilen. Nur in diesem Falle ist eine Übermittlung der Daten mittels Fax oder PEC-Adresse zulässig.

Nach dem erfolgreichen Versenden der Daten durch den Betrieb erhält derselbe eine elektronische Empfangsbestätigung mit Angabe der durchgeführten Eintragungen. Diese müssen bei einer Kontrolle (z.B. durch die Finanzpolizei) vorgewiesen werden können (Abspeichern oder Ausdrucken) und müssen 5 Jahre aufbewahrt werden.

Wir empfehlen den Betrieben sobald als möglich auf die telematische Meldung umzusteigen, um eventuelle Sanktionen zu vermeiden. Jene Betriebe, die selbst die Daten nicht eingeben können (fehlender Computer oder Computerkenntnisse, zu langsames Internet), müssen die Zugangsdaten anfordern und sollten die Dateneingabe durch Dritte abwickeln lassen.