Bauernbund | 07.11.2013

Gute Beeren- und Gemüseernte

Die Kartoffel- und Blumenkohlernte geht in diesen Tagen zu Ende: Qualität und Mengen sind gut. Bei den Südtiroler Beeren hingegen fallen die Mengen sehr unterschiedlich aus, die Qualität der Früchte ist aber trotz der verspäteten Ernte sehr gut.

Die Beerenernte verlief 2013 recht unterschiedlich. (Foto: EOS)

Die Beerenernte verlief 2013 recht unterschiedlich. (Foto: EOS)

Markus Tscholl, Versteigerungsleiter der Egma Obstversteigerung in Vilpian, zieht eine positive Bilanz: „Bedingt durch den außergewöhnlich nassen und kalten Frühling ist die heurige Beeren- und Kirschensaison mit zwei Wochen Verspätung gestartet. Die Qualität der Früchte ist aber hervorragend, vor allem auch deshalb, weil die meisten Erdbeeren, Himbeeren und Kirschen unter Tunnels angebaut werden und somit den Niederschlägen trotzten“ . Auch die Nachfrage und dementsprechend die Preise der Früchte seien heuer sehr gut. Die Egma Obstversteigerung konnte die Mengen deutlich steigern: So wurden bis dato 160 Tonnen Erdbeeren (+ 46%), 31 Tonnen Himbeeren (+30%), 105 Tonnen Kirschen (+192%) neben Heidelbeeren, Brombeeren, Rote Johannisbeeren und Gemüse wie Blumenkohl angeliefert.
Auch Reinhard Ladurner, Geschäftsfeldleiter Gemüse VI.P, ist mit der Kirschenproduktion im Vinschgau sehr zufrieden: „Die Menge hat sich stark gesteigert, wir sind heuer bei 197 Tonnen Kirschen. Die Qualität ist auch gut, obwohl die Größe der Früchte im Durchschnitt kleiner ist“.

Durchwachsenes Jahr in Martell
 
Peter Gamper, Geschäftsführer der MEG Erzeugergenossenschaft Martell, ist hingegen mit der diesjährigen Ernte nicht zufrieden: Aufgrund des nassen und kalten Wetters hat die Saison auch im Martelltal später angefangen und die Mengen sowie die Preise sind unter dem Durchschnitt. „Die Erdbeerpflanzen hatten große Schwierigkeiten mit der Blüte und dem Wachstum. Die Ernte hat sich wegen des Wetters verzögert und wirkte sich auf die Vermarktung aus. Speziell von Mitte bis Ende Juli gab es ein Überangebot an Erdbeeren auf dem europäischen Markt und dies hat zu niedrigen Preisen geführt.“

Kartoffeln: Ernte geringer, Qualität sehr gut

2013 wurden im Pustertal aufgrund des nassen und kalten Frühjahrs rund 700 Tonnen weniger Kartoffeln als im Vorjahr geerntet. „Insgesamt reden wir von ca. 5000 Tonnen Kartoffeln (25 Tonnen aus biologischem Anbau) auf ca. 145 Hektar“, sagt Hanspeter Felder, Direktor der Pustertaler Saatbaugenossenschaft. „Qualitativ kann auch heuer von einer sehr guten Ernte gesprochen werden. Aufgrund der geringeren Knollenanzahl sind die Kartoffeln sogar etwas größer. Optimal war das trockene warme Wetter während der Ernte: Eine trockene Einlagerung führt zu einer wesentlich besseren Lagerfähigkeit der Knollen“.
 
Über die Ernte des Südtiroler Blumenkohls spricht Reinhard Ladurner: „Die Qualität ist gut und bei der Erntemenge erleben wir dieses Jahr mit zirka 2.300 Tonnen eine leichte Steigerung im Vergleich zum vorherigen Jahr.“ Der Blumenkohl wird vorwiegend im Vinschgau angebaut und vom Verband der Vinschgauer Obst- und Gemüseproduzenten VI.P vermarktet; die Obst- und Gemüsegenossenschaften ALPE und OVEG in Laas sind Marktführer in Italien.