Bauernbund | 12.11.2013

Engagement für Heimat und Tradition

Die deutsche Volksgruppe in ihrer Tradition und Identität stärken: Dieses Ziel verfolgt die „Stiftung Frick – Heimat Südtirol“. In Partnerschaft mit der Südtiroler Bauernjugend wurde einer jungen bäuerlichen Familie der „Jungbauernpreis zur Förderung der Südtiroler Identität“ verliehen. Er geht an die Familie Wallnöfer vom „Hof am Schloss“ in Lichtenberg.

Die Stiftung Frick – Heimat Südtirol hat in Partnerschaft mit der Südtiroler Bauernjugend den „Jungbauernpreis zur Förderung der Südtiroler Identität“ vergeben.

Die Stiftung Frick – Heimat Südtirol hat in Partnerschaft mit der Südtiroler Bauernjugend den „Jungbauernpreis zur Förderung der Südtiroler Identität“ vergeben.

Im Rahmen der Landwirtschaftsmesse Agrialp übergaben Stiftungspräsident Werner Frick und Bauernjugend-Landesobmann Hannes Dosser den mit 5.000 Euro dotierten Preis. Standes- und traditionsbewusst in Tracht waren die Preisträger Florian Wallnöfer und Manuela Schöpf mit ihren vier Kindern erschienen.
Die Auswahlkriterien für den Preis waren Zeugnis und Einsatz für die deutsche Volksgruppe, kulturelle Aktivitäten der Familie im Sinne von Tradition und Volksgut, Kinderreichtum, Übernahme von Verantwortung in Politik, Kirche und Vereinen, Engagement für Bildung und Muttersprache, sozialer Einsatz, Pflege des traditionellen Handwerks sowie Einstehen für Natur und Kulturlandschaft.
Stiftungspräsident Frick hob die Wichtigkeit dieser Kriterien hervor und lobte die Preisträger, die beispielhaft dafür stehen: „Seine Identität durch Heimatbewusstsein und Pflege von Traditionen und Brauchtümern zu wahren, wird jemanden nicht in die Wiege gelegt. Es ist vielmehr etwas, das man sich tagtäglich neu erarbeiten muss. Die Kraft sich auf so vielfältige Weise im und außerhalb des Familienlebens dafür zu engagieren, ist eine große Leistung der Familie Wallnöfer.“
Der Bezirk Vinschgau der Südtiroler Bauernjugend hat die Familie Wallnöfer vom „Hof am Schloss“ als Preisträger ausgewählt. „Schon in jungen Jahren stand fest, dass Florian den Hof eines Tages übernehmen wird. Der begeisterte Jungbauer besuchte nach dem Abschluss der Mittelschule die Fachschule für Land-und Forstwirtschaft Fürstenburg in Burgeis. 2005 übernahm Florian mit 29 Jahren schließlich den elterlichen Hof und bewirtschaftet ihn seither zusammen mit seiner Familie. Der Hof ist in einem sehr gepflegten Zustand und die Leidenschaft für die Hofarbeit ist überall spürbar“, sagte Georg Mantinger, Bezirksobmann des Bezirk Vinschgau, in der Laudatio.
Florian und Manuela versuchen am Hof so viel wie nur möglich selbst anzubauen, um so gut wie möglich von den eigenen Produkten leben zu können. So werden auf dem Hof auch noch alte Apfelsorten wie Kalterer, Boskop und Goldparmäne, aber auch die für den Vinschgau typischen Palabirnen und Marillen sowie Quitten geerntet. Der Hof verfügt auch über einen großen Kräuter- und Gemüsegarten. Die Familie verarbeitet das Obst sowie Himbeeren und Erdbeeren zu Marmelade, Gelee, Saft und Kompott.
Im Stall stehen 50 Stück Vieh. Den größten Teil macht dabei das Braunvieh aus. Mit den Erträgen des Hofes werden auch die Gäste verwöhnt, denn seit 2005 bietet die Familie ihren Gästen „Urlaub auf dem Bauernhof“ an. Speziell für Volks- und Kindergartenkinder werden Schnuppertage am Hof organisiert. Nicht nur die Kinder, auch die Tiere selbst freuen sich über zahlreiche Streicheleinheiten.
Bräuche, Traditionen und die Pflege des Volksgutes sind der gesamten Familie sehr wichtig. So ist Florian Mitglied beim Volkstanz, bei den Schützen und auch ein passionierter Jäger. Manuela ist ebenfalls bei der Volkstanzgruppe und als Schriftführerin im Bezirksausschuss tätig. Zudem ist Manuela Marketenderin bei den Schützen. Sie ist zudem sehr musikalisch, denn neben Flöte und Ziehharmonika spielt sie auch noch auf der Tastenorgel. Auch den Kindern werden diese heimatverbundenen Werte tagtäglich vorgelebt und so weitergegeben.