Bauernbund | 04.12.2013

Böden besser schützen

Durch Versiegelung und Überbauung, aber auch durch Erosion und Verschmutzung, gehen weltweit große Mengen an fruchtbarem Boden verloren. Aus Anlass des Weltbodentages am 5. Dezember ruft der Südtiroler Bauernbund die große Bedeutung des Bodens für die Menschen in Erinnerung und fordert einen besseren Schutz dieser wertvollen Ressource.

Südtirols Böden sind in Ordnung. Dennoch soll noch mehr auf die Bodengesundheit geachtet werden.

Südtirols Böden sind in Ordnung. Dennoch soll noch mehr auf die Bodengesundheit geachtet werden.

Der Boden ist, neben dem Wasser, die wichtigste Ressource. Er ermöglicht die Produktion von Lebensmitteln, schützt durch seine Filter- und Pufferfunktion bei Niederschlägen das Grundwasser, trägt zum Schutz von Siedlungsräumen im Berggebiet, zum Klimaschutz und zum Erhalt der Artenvielfalt bei, um nur die wichtigsten Funktionen eines gesunden Bodens zu nennen.
Trotzdem wird mit dieser wichtigen Ressource nicht immer schonend umgegangen. Jährlich gehen durch Erosion weltweit zwischen 20 und 25 Milliarden Tonnen Ackerland verloren.
Eine weitere Gefahr ist die zunehmende Verbauung. „Täglich verlieren wir alleine in Südtirol fruchtbaren Boden in der Größe eines Fußballfeldes“, erklärte Bauernbund-Obmann Leo Tiefenthaler. Daher sei es an der Zeit, den Grundverbrauch zu überdenken und die Verbauung einzuschränken. „Denn mit jedem Quadratmeter Grund geht ein Teil der vielfältigen Funktionen des Bodens verloren.“
Boden schonend bewirtschaften
Doch nicht nur an die Gefahren der Versiegelung und Überbauung des Bodens soll anlässlich des Weltbodentags erinnert werden. Auch die Bodengesundheit ist ein immer größeres Thema, da weltweit die Intensivierung der noch bestehenden Nutzflächen zunimmt, um immer mehr Menschen ernähren zu können.
Der Zustand und die Qualität des Südtiroler Bodens war erst kürzlich Gegenstand einer Studie der EURAC. „Die Wissenschaftler äußerten sich positiv. Die Südtiroler Kulturböden sind gut mit Bodentieren ausgestattet - das gilt für die Grünlandwirtschaft genauso wie für den Obst- und den Weinbau“, freute sich Tiefenthaler.
Trotz der sehr positiven Ergebnisse müsse mit dem Boden in den nächsten Jahren noch schonender umgegangen werden. „Das ist nicht nur im Interesse des Natur- und Klimaschutzes, sondern auch der Produzenten selbst. Denn wer seinen Boden schonend bewirtschaftet, erhöht die Bodenfruchtbarkeit. Und davon profitiert der Produzent, und nicht zuletzt auch der Konsument“, erklärte Tiefenthaler.