Bauernbund | 04.12.2013

Bauernbund unterstützt Protest gegen Produktfälschungen

Lebensmittel, deren Herkunfts- und Inhaltsangaben auf der Verpackung nicht mit der Realität übereinstimmen oder komplett „gefälschte“ Produkte kommen immer wieder in den Verkauf. Dagegen demonstrierte der nationale Bauernverband Coldiretti heute am Brenner. Der Südtiroler Bauernbund (SBB) unterstützt den Protest.

Am Brenner sicherte Leo Tiefenthaler dem neuen Präsidenten des nationalen Bauernverbandes Coldiretti Roberto Moncalvo  seine Unterstützung zu.

Am Brenner sicherte Leo Tiefenthaler dem neuen Präsidenten des nationalen Bauernverbandes Coldiretti Roberto Moncalvo seine Unterstützung zu.

Wer Lebensmittel produziert bzw. weiterverarbeitet, dürfe sich nicht mit fremden Federn schmücken, fordert der Südtiroler Bauernbund. „Genauso wie, bei weiterverarbeiteten Produkten, die Inhaltsangaben mit den tatsächlichen Zutaten übereinstimmen müssen, muss bei allen Produkten die Herkunft zuverlässig und eindeutig gesichert sein“, stellte  Bauernbund-Obmann Leo Tiefenthaler klar. Was draufsteht, müsse auch drin sein. „Das sind alle, die in der Lebensmittelproduktion tätig sind, den Konsumenten schuldig.“, Aus diesem Grund unterstützt der SBB die Proteste des nationalen Bauernverbandes Coldiretti. Dieser prangert seit längerem die Fälschung von Markenprodukten im Lebensmittelsektor an.
Zwar ist das Phänomen der Produktpiraterie in Südtirol derzeit (noch) kein Thema, aber auch die heimischen Lebensmittelmarken könnten das Ziel von Kopierern werden. „Wir haben in den letzten Jahrzehnten sehr viel für die Qualität unserer Produkte getan und uns als Apfel-, Wein- und Milchproduzenten einen guten Namen gemacht. Diesen Ruf bzw. unsere Marken  gilt es zu schützen.“
Bei Inhalt und Herkunft auf der sicheren Seite sind die Konsumenten bei regionalen Produkten. „Wer in den heimischen Geschäften, auf Bauernmärkten und natürlich ab Hof lokale Lebensmittel kauft, kann sich sicher sein, dass er das bekommt, was er bestellt hat“, erinnerte Tiefenthaler. Zudem sichern heimische Produkte Wertschöpfung und Arbeitsplätze vor Ort. „In Zeiten wie diesen ist das auch nicht unbedeutend“, so Tiefenthaler.