Internationales | 09.12.2013

FAO und WFO würdigen Mandela

Der Tod des Anti-Apartheidkämpfers Nelson Mandela hat auch in Agrarkreisen Bestürzung und Trauer hervorgerufen. Der erste schwarze Präsident Südafrikas starb am 5. Dezember im Alter von 95 Jahren im Kreise seiner Familie. von AgE

Nelson Mandela (Foto: Wikipedia)

Nelson Mandela (Foto: Wikipedia)

„Wir haben einen der leidenschaftlichsten Verteidiger des Rechts auf Nahrung verloren“, erklärte der Generaldirektor der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), José Graziano da Silva, in einer Stellungnahme. Mandela habe gewusst, dass der Hunger von Millionen Menschen unrecht und unhaltbar sei. Die FAO sei über die Jahre wieder und wieder von Mandelas Aufrufen inspiriert worden, das Hungerproblem ebenso anzugehen wie die zahlreichen sozialen und wirtschaftlichen Übel, die entweder zu Hunger führten oder von einem unzureichenden Zugang zu Nahrung herrührten. Der Friedensnobelpreisträger habe erkannt, dass es bei der Hungerbekämpfung weniger darum gehe, mehr zu produzieren, als um den politischen Willen, Menschen den Zugang zu Ressourcen zu ermöglichen, um genug Nahrung zu kaufen oder zu erzeugen. Der Geschäftsführende Direktor des Weltbauernverbandes (WFO), Marco Marzano, bezeichnete Mandela als „einen von uns“. Er sei weltweit ein Symbol für alle diejenigen, die sich der Nahrungsmittelproduktion zur Versorgung der Weltbevölkerung verpflichtet fühlten und durch den bewussten Umgang mit den natürlichen Ressourcen die Zukunft des Planeten und künftiger Generationen sicherten.