Internationales | 09.12.2013

Sonderkulturen: EU will Pflanzenschutzmittel gezielter einsetzen

Europa müsse mehr tun, um die Verfügbarkeit maßgeschneiderter Pflanzenschutzmittel für geringfügige Verwendungen und Sonderkulturen zu verbessern. Das wurde vergangene Woche bei einer im EU-Parlament stattfindenden Konferenz unter der Schirmherrschaft des Abgeordneten und Vorsitzenden des Ausschusses für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, Paolo de Castro, betont.

Die Teilnehmer waren sich einig, dass die Reduzierung der Pflanzenschutzmittel angesichts anstehender Herausforderungen wie der Ernährungssicherheit, des Bedarfs an hochqualitativen Lebensmitteln zu erschwinglichen Verbraucherpreisen und der Sicherstellung der Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Agrar- und Lebensmittelkette nicht länger ignoriert werden dürfe.
"Der Mangel an angemessenen Instrumenten gefährdet nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Land- und Lebensmittelwirtschaft - die EU ist der weltweit zweitgrößte Erzeuger von Obst und Gemüse wie auch der zweitgrößte Importeur -, sondern auch die Nachhaltigkeit des Sektors, die damit verbundenen Arbeitsplätze und schließlich, was noch wichtiger ist, die Vielfalt hochqualitativer Lebensmittel in Europa", betonte Luc Peeters, Vorsitzender der Arbeitsgruppe "Pflanzenschutz" von Copa-Cogeca, im Namen von zehn Verbänden aus der Land- und Lebensmittelwirtschaft. "Um effektive Pflanzenschutzlösungen zu finden, benötigen wir einen ehrgeizigen Ansatz, mit dem auf die Einrichtung eines entsprechenden ständigen EU-Programms abgezielt wird und der in allen Mitgliedstaaten mit einem kohärenten Finanzierungsprogramm für die Datenerstellung und die Entwicklung neuer Lösungen koordiniert wird."
Die EU-Kommission will einen Bericht über geringfügige Verwendungen und Sonderkulturen zu Beginn 2014 präsentieren.