Bauernbund | 17.12.2013

Frischer Wind in Ortsbauernräten

Kürzlich fanden im ganzen Land die Ortsbauernratswahlen für die 161 Bauernbund-Ortsgruppen statt. Die Wahlbeteiligung und viele neue Ortsobmänner zeugen von der Lebendigkeit der Ortsgruppen.

Großteils haben nach den Wahlen auch schon die konstituierenden Sitzungen und die Wahlen der Ortsobmänner und ihrer Stellvertreter stattgefunden.
64 Ortsgruppen wählten am 1. Dezember im Rahmen einer Wahlveranstaltung mit Urne, 97 Ortsgruppen mittels Briefwahl.
Ein wichtiger Indikator für die Lebendigkeit der Ortsgruppen ist die Wahlbeteiligung. Diese lag bei insgesamt 56,68 Prozent, 2008 waren es 56,5 Prozent. Das heißt: Die Wahlbeteiligung ist sogar geringfügig gestiegen – heutzutage keine Selbstverständlichkeit! Landesobmann Leo Tiefenthaler sieht darin ein sehr positives Zeichen: „Die Bauernbund-Mitglieder halten es nach wie vor für wichtig, dass sich eine aktive Bauernbund-Ortsgruppe um die Anliegen der Landwirtschaft in Fraktionen, Dörfern und Gemeinden kümmert. Positiv ist auch, dass sich wieder Bauern als Kandidaten und als Ortsbauernräte zur Verfügung stellen.“ Bereitschaft zum Ehrenamt könne man nicht verordnen. Daher freut es Tiefenthaler, „dass so viele Bauern Verantwortung für den Stand und die Allgemeinheit übernehmen.“

Rund 70 neue Ortsobmänner
In nicht wenigen Ortsgruppen kommt es an der Spitze zu einem Wechsel. 33 bisherige Ortsobmänner sind von der Mandatsbeschränkung betroffen, das sind 20,5 Prozent. Erneuerung findet aber auch darüber hinaus statt: Laut derzeitigem Stand übernehmen 70 Ortsobmänner zum ersten Mal das verantwortungsvolle Amt. Der „Südtiroler Landwirt“ wird die vollständige Liste der Obmänner und Stellvertreter demnächst veröffentlichen.
Die Wahlbeteiligung in den Bezirken war unterschiedlich, am höchsten war sie im Bezirk Vinschgau mit 62,09 Prozent, gefolgt von den Bezirken Unterland (61,11), Eisacktal (57,14), Burggrafenamt (56,46), Bozen (53,31) und Pustertal (49,46).

Jetzt folgen Wahlen auf Bezirks- und Landesebene
Die Ortsbauernratswahlen waren der 1. Schritt: Bis zum 10. Jänner werden die Bezirksbauernräte und in der Folge die Bezirksspitzen gewählt.
Am 7. Februar 2014 schließlich werden im Rahmen der Klausurtagung des Südtiroler Bauernbundes der Landesobmann, seine Stellvertreter, der Ladiner- und der Bergbauernvertreter gewählt.