Bauernbund | 10.01.2014

Schutzwaldpreis: Zwei Südtiroler Projekte nominiert

Zum achten Mal wird am 17. Jänner der alpine Schutzwaldpreis vergeben, der von der ARGE Alpenländische Forstvereine 2006 erstmals initiiert wurde. Schauplatz ist heuer Sargans im Schweizer Kanton St. Gallen. Unter den nominierten Projekten sind auch zwei aus Südtirol.

Das Projekt am Tiroler Schlosshügel soll den Schlosswald als stabiles Ökosystem erhalten und die Schutzfunktion garantieren.

Das Projekt am Tiroler Schlosshügel soll den Schlosswald als stabiles Ökosystem erhalten und die Schutzfunktion garantieren.

Der Zusammenschluss der Forstvereine von Bayern, Tirol, Südtirol, Vorarlberg, Liechtenstein, Graubünden, St. Gallen und Kärnten hat sich zum Ziel gesetzt, die Bedeutung des Schutzwaldes für den alpinen Lebensraum in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken und dort zu festigen. Mit dem Schutzwaldpreis werden beispielhafte Projekte zur Erhaltung und Verbesserung des Schutzwaldes im Alpenraum und zur Sensibilisierung für die Schutzwaldthematik gewürdigt.
Insgesamt wurden von der Jury zwölf Projekte für den Preis nominiert. Die Auszeichnung der besten Projekte aus den teilnehmenden Alpenländern erfolgt aus jeweils drei Nominierungen in den vier Kategorien Schulprojekte, Erfolgsprojekte, Öffentlichkeitsarbeit, Schutzwaldpartnerschaften und Innovation.
Unter den zahlreichen aus Bayern, Österreich und der Schweiz eingereichten Projekten wurden dieses Jahr zwei Projekte aus Südtirol in den Kategorien Schulprojekte und Erfolgsprojekte für den Schutzwaldpreis nominiert:

Wildes Wasser in Astfeld
Das erste Projekt beschäftigt sich mit einer Kindersendung: Die 5. Klasse der Grundschule Astfeld befasste sich im Schuljahr 2011/2012 in Zusammenarbeit mit den Landesabteilungen Wasserschutzbauten und Forstwirtschaft eingehend mit dem Thema Naturgefahren, Gefahrenzonen, Schutzmaßnahmen und Schutzwald. Sie trugen bei ihren Eltern und Großeltern historische Daten zu Naturkatastrophen zusammen und fertigten Plakate darüber an. Gemeinsam mit Sigrid Sebereich als Clown „Karamela“ gestalteten sie eine Fernsehsendung zum Thema, die im Kinderprogramm des öffentlichen Rai Sender Bozen ausgestrahlt wurde.

Schutzwaldbewirtschaftung Tiroler Schlosswald
Im zweiten Projekt geht es um den Wald beim Schloss Tirol: Die steilen Südhänge des Schlosswaldes in Dorf Tirol sind trocken und felsig. Die wenigen Niederschläge fallen häufig in Form von intensiven Gewittern, sodass die Erosionsgefahr groß ist. Groß ist auch die Gefahr von Steinschlägen und Waldbränden. Aus diesem Grund hat der Landesbetrieb für Forst- und Domänenverwaltung ein Maßnahmenprogramm gestartet, um den Schlosswald als stabiles Ökosystem zu erhalten und nachhaltig vor allem die hier vorrangige Schutzfunktion zu garantieren. Direkt unterhalb liegen nämlich die Siedlung St. Peter mit ihrer wertvollen romanischen Kirche und das geschichtsträchtige Schloss Tirol. Bemerkenswert ist auch die gute Zusammenarbeit verschiedenster Verbände in diesem Projekt: Tourismusverein, Gemeinde, örtliche Forstbehörde, Jägerschaft, Bauern und Feuerwehr, Landesbetrieb.