Arbeitsberatung | 13.01.2014

Steuerabsetzbeträge erhöht

Mit 1. Jänner wurden die Steuerabsetzbeträge erhöht: In bestimmten Fällen werden den Arbeitnehmern weniger Steuern vom Lohn abgezogen.

Jeder Arbeitnehmer ist verpflichtet, einen Teil seines Lohnes an Steuern zu entrichten. Die Höhe der Steuerschuld hängt vom jeweiligen Gesamteinkommen des Arbeiters und von seiner sozialen Situation ab. Seit 1. Jänner 2014 gibt es eine Erhöhung der Steuerabsetzbeträge.
Die Absetzbeträge stehen dem Steuerzahler im Verhältnis zum Gesamteinkommen zu. Sie werden auf den Zeitraum des Arbeitsverhältnisses reduziert, falls dieses Arbeitsverhältnis weniger als ein Jahr betrug.
Beträgt das jährliche Gesamteinkommen beim Arbeitsverhältnis auf bestimmte Zeit bis zu 6000 Euro, so wird – wie bereits bisher – keine Steuer geschuldet. Die Steuerabsetzbeträge werden von der Bruttosteuer abgezogen. Das Gesamteinkommen wird progressiv besteuert: bis zu 15.000 Euro mit 23 Prozent, zwischen 15.000 und 28.000 Euro mit 27 Prozent, zwischen 28.000 und 55.000 Euro mit 38 Prozent, zwischen 55.000 und 75.000 Euro mit 41 Prozent und über 75.000 Euro mit 43 Prozent.

Steuerabsetzbeträge ab 1. Jänner 2014 – Berechnung

Gesamteinkommen (in €)

Absetzbetrag

Einkommen bis 8.000

Einkommen von 8.001 bis 28.000

Einkommen von 28.001 bis 55.000

Einkommen über 55.000

1.880

978 + {902 x [(28.000 – R)/20.000]}

978 x [(55.000 – R)/27.000]

0


Absetzbeträge für Nichtansässige

Auch für das Jahr 2014 haben nicht ansässige Arbeitnehmer Anrecht auf die Steuerabsetzbeträge für zu Lasten lebende Familienmitglieder. EU-Bürger und Nicht-EU-Bürger müssen unterschiedliche Dokumentationen vorlegen.

Wie schon in den vergangenen Jahren müssen nicht ansässige Arbeitnehmer folgende Dokumentation vorlegen, um ihren Anspruch auf Steuerabsetzbeträge für zu Lasten lebende Familienmitglieder geltend zu machen:

EU-Bürger
Bürger aus EU-Mitgliedsländern müssen eine Ersatzerklärung des Notarietätsaktes vorlegen und dabei folgendes angeben:
  • den Verwandtschaftsgrad zu dem zu Lasten lebenden Familienmitglied sowie den Zeitraum, für den die Absetzbeträge zustehen;
  • dass das Gesamteinkommen (inklusive der im Ausland erzielten Einkünfte) des zu Lasten lebenden Familienmitgliedes den Betrag von 2.840,51 Euro nicht überschreitet;
  • dass der Arbeitnehmer keine weiteren Steuerbegünstigungen im Zusammenhang mit dem zu Lasten lebenden Familienmitglied bezieht.
Nicht-EU-Bürger
Bürger, die aus Nicht-EU-Mitgliedsländer stammen, müssen eine der folgenden Dokumentation vorlegen:
  • Die vom italienischen Konsulat im Herkunftsland erlassene und ins Italienische übersetzte sowie vom zuständigen Präfekten bestätigte Dokumentation;
  • Für all jene Personen, die aus Staaten stammen, welche die Aja-Konvention aus dem Jahr 1961 unterzeichnet haben – die mit einer Apostille versehenen Dokumente;
  • Dokumente, die im Herkunftsland gemäß der dort geltenden gesetzlichen Bestimmungen erlassen wurden, ins Italienische übersetzt sind und als dem Original entsprechend gelten.