Förderungen, Bauernbund | 15.01.2014

EU-Agrargelder: Erster Durchbruch in Rom

Ein erster Durchbruch bei der Aufteilung der EU-Agrargelder bis 2020 ist heute (15. Jänner) in Rom gelungen: Ein neuer Aufteilungsschlüssel für die Ländliche Entwicklung soll Südtirol ein Plus von rund 36 Millionen Euro bringen. von LPA - Landespresseamt

Drei Fortschritte konnte Landeshauptmann Arno Kompatscher im Rahmen der Verhandlungen mit den Agrar-Verantwortlichen der Regionen in Rom erzielen, nachdem bereits seit Wochen über die Aufteilung der Gelder im Rahmen der EU-Agrarpolitik auf die Länder gerungen wird. Die erste gute Nachricht betrifft dabei die Aufteilung der Gelder für die so genannte zweite Säule der EU-Agrarpolitik, die Mittel für die Entwicklung des ländlichen Raums. „In diesem Bereich hat das Ministerium den Vorschlag eines neuen Aufteilungsschlüssels vorgelegt, den heute alle Regionen gutgeheißen haben“, berichtete Kompatscher, der sich über eine für Südtirol durchaus positive Entwicklung freut: „Unterm Strich bringt dieser Vorschlag unserem Land ein Plus von 36 Millionen Euro an Finanzierungen bis 2020“, betonte der Landeshauptmann heute nach der Verhandlungsrunde in Rom.

Gelder aus erster Säule weiter offen

Weiter hart gerungen wird dagegen um die Aufteilung der Gelder im Rahmen der ersten Säule der EU-Agrarpolitik, welche die Direktzahlungen an die Bauern umfasst. Doch auch an dieser Verhandlungsfront gibt es Teilerfolge zu vermelden. So wurde heute Kompatschers Forderung nach einem Ausgleich für die Milchwirtschaft in Berggebieten über die so genannte gekoppelte Prämie, die Direktzahlungen für die Produktion von Lebensmitteln also, von allen Regionen mit Berggebieten mitgetragen.
Der zweite Teilerfolg der heutigen Verhandlungen konnte zudem bei der Konvergenz erzielt werden, bei der es um die Angleichung der Beiträge pro Hektar und Land geht und die vor allem von bisher benachteiligten Regionen (zu denen auch Südtirol gehört) gefordert wird. „Bei der Konvergenz sollen künftig nicht mehr nur Flächen berücksichtigt werden, die heute schon prämienberechtigt sind, sondern alle tatsächlich bewirtschafteten Flächen, was für Südtirol einen enormen Vorteil mit sich bringen würde“, sagte Kompatscher heute nach der Verhandlungsrunde, bei der dieser Vorschlag vom zuständigen Ministerium grundsätzlich gutgeheißen worden ist.