Internationales | 22.01.2014

Agrarminister: Mit Vielfalt gegen Hunger

Agrarminister aus 69 Ländern hielten mit hochrangigen Vertretern der Weltbank, der EU-Kommission, der Welternährungsorganisation FAO und des UN-Umweltprogramms UNEP vergangenen Samstag den Berliner Agrarministergipfel ab. von AIZ

Die Veranstaltung fand im Rahmen des „6. Global Forum for Food and Agriculture“ der Internationalen Grünen Woche in Berlin statt. Dabei sahen es die Ressortchefs als die größte globale Aufgabe, den Hunger in der Welt zu beseitigen und das Menschenrecht auf Nahrung zu verwirklichen.

Der deutsche Bundeslandwirtschaftsminister Hans-Peter Friedrich und Gastgeber hob die zentrale Rolle der Landwirtschaft bei der Beseitigung des Hungers hervor – besonders mit Blick auf eine wachsende Weltbevölkerung, knapper werdende Ressourcen und die Auswirkungen des Klimawandels. Um diese Herausforderungen zu meistern, müsse der Agrarsektor leistungs-, anpassungs- und widerstandsfähiger gemacht werden. Hierfür seien drei Faktoren entscheidend: Vielfalt, Nachhaltigkeit und Produktivität, unterstrich Friedrich.

In ihrem Abschlusskommuniqué erklärten die Regierungsvertreter, sich für den Erhalt der Vielfalt von genetischen Ressourcen, Produktionsmethoden und Betriebsformen einzusetzen. Hierfür sollten unter anderem die Nutzpflanzenforschung und die Einrichtung von Genbanken gefördert werden. Zudem wollen die Regierungsvertreter die Landwirtschaft klimafreundlicher gestalten und sich für ein nachhaltiges Management der knappen natürlichen Ressourcen einsetzen, damit vor allem Wasser und Böden den Betrieben auch in Zukunft ausreichend zur Verfügung stehen.