Arbeitsberatung | 11.02.2014

Körperschaft EBAN ist operativ

Vor drei Jahren haben sich die Sozialpartner auf nationaler Ebene darauf geeinigt, eine bilaterale Körperschaft einzurichten. Die Belastung für die Arbeitgeber bleibt dabei in etwa gleich.

Die neue Körperschaft EBAN übernimmt die nationale Koordinierungstätigkeit der sozialpartnerschaftlichen Themen. Zudem erfolgt über diesen Kanal die Finanzierung des Gesundheitsfonds FISA, der den bisherigen Gesundheitsfonds FISLAF ersetzt. Der Gesundheitsfonds integriert wie bisher einige öffentliche Sozialleistungen für landwirtschaftliche Arbeiter und deren zu Lasten lebenden Familienmitglieder. Letzthin haben die Sozialpartner die Konvention mit dem nationalen Fürsorgeinstitut NISF/INPS und der Agentur der Einnahmen unterzeichnet. Mit dieser Konvention wird die Einhebung der Beträge geregelt und damit treten die Bestimmungen der bilateralen Körperschaft EBAN mit dem Jahr 2014 definitiv in Kraft.

Für die Arbeitgeber bedeutet das Folgendes:
Bisher zahlten Betriebe, die landwirtschaftliche Arbeiter beschäftigten, folgende Beiträge für den FISALF ein: 51,65 Euro pro Jahr für Fixarbeiter und 0,34 Euro pro Arbeitstag für Taglöhner. Mit dem Inkrafttreten der neuen bilateralen Körperschaft zahlt der Arbeitgeber 0,6 Prozent auf die Sozialabgabengrundlage für Taglöhner und 0,3 Prozent auf die Sozialabgabengrundlage für Fixarbeiter ein. Für den Arbeitgeber bleibt die Belastung in etwa gleich.
Die Beträge werden trimestral mit den Sozialbeiträgen eingezahlt, und zwar an folgenden Fälligkeiten:
• 16. September: erstes Trimester (Jänner, Februar, März)
• 16. Dezember: zweites Trimester (April, Mai, Juni)
• 16. März Folgejahr: drittes Trimester (Juli, August, September)
• 16. Juni Folgejahr: viertes Trimester (Oktober, November, Dezember)


Übersicht der Beiträge an die bilaterale Körperschaft EBAN

 

FISLAF (bis 2013)

EBAN/FISA (ab 2014)

Taglöhner

0,34 Euro pro Tag

0,6% auf die Sozialabgabengrundlage

Fixarbeiter

51,65 Euro pro Jahr

0,3% auf die Sozialabgabengrundlage