Bauernbund | 11.02.2014

Meinungsaustausch mit dem Neuen

Eine Bauernbund-Delegation hat sich kürzlich mit dem neuen Präsidenten des Gemeindenverbandes Andreas Schatzer getroffen. Dabei wurde eine Reihe von Themen besprochen – darunter auch die Lokalsteuern und die „Plattform Land“.

Andreas Schatzer Präsident des Gemeindenverbandes mit Bauernbundobmann Leo Tiefenthaler und Direktor Siegfried Rinner

Andreas Schatzer Präsident des Gemeindenverbandes mit Bauernbundobmann Leo Tiefenthaler und Direktor Siegfried Rinner

Seit wenigen Wochen ist der Vahrner Bürgermeister Andreas Schatzer Präsident des Gemeindenverbandes und damit Nachfolger des neuen Landeshauptmannes Arno Kompatscher. Da der Südtiroler Bauernbund seit jeher enge Kontakte zum Verband pflegt und Landwirtschaft und Gemeinden viele Berührungspunkte haben, gab es vor kurzem ein erstes Treffen.

Dabei wurde unter anderem das Thema IMU angesprochen. „Wir haben klargestellt, dass für uns eine Erhöhung des IMU-Satzes für den Urlaub auf dem Bauernhof nicht in Frage kommt“, erklärt Obmann Leo Tiefenthaler. Zudem erinnerte der SBB, dass durch den „Südtirol-Kompromiss“ die heimischen Bauern bereits stärker zur Kasse gebeten würden als im restlichen Staatsgebiet.

Ein weiteres Thema war die „Plattform Land“, die von SBB und Gemeindenverband gegründet wurde und das Ziel verfolgt, gemeinsam mit weiteren Partnern den ländlichen Raum zu entwickeln und attraktiv zu halten. „Präsident Schatzer hat uns zugesichert, die Initiative weiterhin zu unterstützen und darin mitzuarbeiten“, sagt Direktor Siegfried Rinner.

Ein heikles Thema ist der Pflanzenschutz. Geplant ist, dass die Gemeinden zukünftig die Ausbringung (Abstände usw.) kontrollieren sollen. „Wir befürchten, dass die Neuregelung von Gemeinde zu Gemeinde sehr unterschiedlich gehandhabt wird. Was wir fordern, ist Rechtssicherheit, die durch eine landesweite Regelung und eine enge Abstimmung mit dem Ressort Landwirtschaft gesichert werden könnte“, so Rinner. Auch der Gemeindenverband sei an einer einheitlichen Regelung interessiert, erklärte Schatzer.

Auswüchse haben in einigen Gegenden das Mountainbiken bzw. das Downhillen angenommen. „Wir haben angeregt, dass die Gemeinden über das Abkommen zwischen Südtiroler Bauernbund und Landesverband der Tourismusorganisationen informieren und die Bevölkerung gleichzeitig sensibilisieren sollen.“ Gefordert seien auch die Seilbahnbetreiber, die die Downhiller transportieren.

Ein Dauerbrenner auf vielen SBB-Versammlungen ist die Instandhaltung der Infrastrukturen – und hier vor allem der Wege. „Wir haben eine Erhebung des Zustandes der Wege und Straßen sowie eine Auflistung des Finanzmittelbedarfes für die außerordentliche Instandhaltung vorgeschlagen“, sagt Rinner. 

Auch das Thema Wasserschutzgebiete und die Neuausweisung von Natura 2000-Gebieten hat der Südtiroler Bauernbund angesprochen. „Wir streben klare und einheitliche Regelungen an, auch was die Entschädigung betrifft. Dazu soll ein Treffen zwischen dem SBB, dem Gemeindenverband, dem Amt für Gewässernutzung und dem Amt für Gewässerschutz bzw. Ressortdirektion Florian Zerzer stattfinden.

Weitere Themen war eine Vereinfachung der Ortstaxe für den UaB, eine Abfallgebühr auf landwirtschaftliche Flächen, die der SBB klar ablehnt, und die Musterverordnung Bauernmärkte.