Bauernbund | 22.02.2014

"Sind Erfolgsmodell"

Bäuerliche Familienbetriebe sind beste Antwort auf die großen Herausforderungen der Landwirtschaft, wie besonders umwelt- und klimaschonend ausreichend Lebensmittel zu produzieren, die Landschaft zu pflegen und Arbeitsplätze zu schaffen. Anlässlich des UNO-„Jahres der bäuerlichen Familienbetriebe“ forderte Bauernbund-Obmann Leo Tiefenthaler auf der SBB-Landesversammlung auch zukünftig günstige Rahmenbedingungen für diese Kleinbetriebe.

SBB-Obmann Leo Tiefenthaler sowie seine Vorgänger Georg Mayr und Arthur Feichter dankten dem Alt-Landeshauptmann Luis Durnwalder für die über 40 Jahre, die Durnwalder auch im Interesse der Landwirtschaft tätig war.

SBB-Obmann Leo Tiefenthaler sowie seine Vorgänger Georg Mayr und Arthur Feichter dankten dem Alt-Landeshauptmann Luis Durnwalder für die über 40 Jahre, die Durnwalder auch im Interesse der Landwirtschaft tätig war.

Das UNO-Jahr will der Südtiroler Bauernbund nutzen, um auf die besondere Bedeutung der bäuerlichen Familienbetriebe hinzuweisen. „Sie produzieren rund 70 Prozent der weltweiten Lebensmittel. Zudem arbeiten sie nachhaltig und umweltschonend. Da bäuerliche Familien in Generationen denken und die Höfe an die nächste Generation weitergeben, haben Grund und Boden einen anderen Stellenwert wie bei Großbetrieben“, erklärte Tiefenthaler. In Südtirol komme zudem noch hinzu, dass die bäuerlichen Betriebe die Landschaft gestalten, Tradition und Brauchtum pflegen und den ländlichen Raum attraktiv halten. Zudem schafft die Landwirtschaft Tausende Arbeitsplätze. „Damit sind die bäuerlichen Familienbetriebe das erfolgreichste Betriebsmodell in der Landwirtschaft.“ Ähnliches leisten auch die bäuerlichen Familienbetriebe in der Schweiz. Mit verschiedenen Kommunikationsmaßnahmen machen die Schweizer seit Jahren auf diese Leistungen aufmerksam. Auch der Südtiroler Bauernbund und die bäuerlichen Organisationen haben anlässlich des heurigen „Jahres der bäuerlichen Familienbetriebe“ einige Initiativen geplant. „Beim Bauernhof-Sonntag am 25. Mai, einem Tag der offenen Tür, haben die Konsumenten die Gelegenheit, die Höfe und die bäuerlichen Familien näher kennen zu lernen und ihnen über die Schulter zu schauen.“ Weiters sind eine TV-Dokumentation über den Wandel der bäuerlichen Familien auf den Höfen, eine Wanderausstellung, ein Treffen von Bäuerinnen aus sechs Ländern und einiges mehr geplant. Die Südtiroler Bauernjugend will die bäuerlichen Produkte in den Mittelpunkt stellen.
Günstige Rahmenbedingungen schaffen
Da nur eine funktionierende Landwirtschaft all diese Leistungen erbringen kann, forderte Tiefenthaler auch zukünftig günstige Rahmenbedingungen gerade für die Berglandwirtschaft. „Die erschwerten Bedingungen am Berg müssen durch Unterstützungsmaßnahmen ausgeglichen werden.“ Auch forderte Tiefenthaler, endlich ernsthaft mit dem Bürokratieabbau zu beginnen. „Es kann sich sein, dass Erntehelfer wegen drei Wochen Arbeit einen Arbeitssicherheitskurs besuchen müssen.“ Zudem forderte Tiefenthaler mehr Schutz von Grund und Boden. „In den letzten Jahren wurde täglich die Fläche eines Fußballfeldes verbaut. Hier fordern wir ein schnelles Umdenken. Zudem müssten Sanierungen dem Neubau vorgezogen werden.“ Zudem müsse der ländliche Raum attraktiv bleiben und eine Abwanderung verhindert werden.
Durnwalder für über 40 Jahre Einsatz für die Landwirtschaft geehrt
Gleich drei Mal gab es auf der Landesversammlung Grund zum Danken. SBB-Obmann Leo Tiefenthaler sowie seine Vorgänger Georg Mayr und Arthur Feichter dankten dem Alt-Landeshauptmann Luis Durnwalder für die über 40 Jahre, die Durnwalder auch im Interesse der Landwirtschaft tätig war. „Für dich war die Landwirtschaft immer ein Herzensanliegen.“ Als besondere Anerkennung erhielt Durnwalder das goldene Ehrenzeichen des Südtiroler Bauernbundes.
Für die mustergültige Führung ihrer Höfe und den ehrenamtlichen Einsatz wurden die Familien Alois und Martina Siebenförcher, Alber in Sarnthein, Walter und Manuela Lechner, Außertreierhof in Steinhaus/Ahrntal sowie Hans Georg und Theresia Kofler, Ruaner, in Freienfeld, mit dem Bergbauernpreis 2014 ausgezeichnet. „Sie erhalten stellvertretend für die über 6.000 Bergbauern diese Auszeichnung. Sie ist eine Anerkennung für herausragende Leistungen für unser Land“, erklärten SBB-Obmann Leo Tiefenthaler. Den Preis stifteten die Raiffeisenkassen Südtirols.
Dritter feierlicher Höhepunkt war die Überreichung des „Dr. Steinkeller“- Stiftungsbeitrages für den Erhalt der bäuerlichen Baukultur an die Familie Josef Bellutti aus Tramin. Sie hat Teile ihres bis ins 15. Jahrhundert zurückreichenden Rynnhofes mustergültig saniert.