Bauernbund | 05.03.2014

Regiokorn-Qualität überzeugt

39 Brotsorten von 18 Südtiroler Bäckereien in fünf Kategorien wurden Ende Februar im Rahmen einer professionellen Verkostung bewertet. Die Brotsorten wurden aus dem lokal produzierten Regiokorn hergestellt. Heute gab es die Diplome. von EOS - Handelskammer Bozen

Die Gewinner pro Kategorie (v.l.n.r.): Benjamin Profanter, Alfred Überbacher, Martin Keck, Greta & Hans Schmidt. (Foto: EOS/Handelskammer Bozen)

Die Gewinner pro Kategorie (v.l.n.r.): Benjamin Profanter, Alfred Überbacher, Martin Keck, Greta & Hans Schmidt. (Foto: EOS/Handelskammer Bozen)

Die Verkostung wurde von der EOS – Export Organisation Südtirol der Handelskammer Bozen organisiert. Insgesamt wurden 39 Brotsorten mit dem Qualitätszeichen Südtirol von 18 verschiedenen Südtiroler Bäckereien in fünf Kategorien (Dinkelbrot, Paarln, Breatl, Roggenbrot und Schüttelbrot) verkostet und nach dem DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft)-Schema bewertet. Bei der Bewertung waren die Kriterien Geschmack, Aussehen und Geruch ausschlaggebend. Das Verkostungsteam wurde von Christian Passler, Fachlehrer der Landesberufsschule Emma Hellenstainer, geleitet.

Einziges Gold an Bäckerei aus Lajen

Bei der diesjährigen Regiokorn-Verkostung glänzte ausschließlich die Bäckerei Überbacher aus Laien mit Gold. Mit ihrem Schüttelbrot konnte sie die Jury überzeugen; zwei weitere Bäckereien erhielten Silber. In der Kategorie Dinkelbrot überzeugte die Bäckerei Rabanser aus Barbian und holte mit ihrem Brot die höchste Punktezahl. Dicht dahinter befanden sich sechs Bäckereien, die jeweils mit Silber sowie zwei weitere, die mit Bronze ausgezeichnet wurden. In der Kategorie Paarln wurden sieben Silber- und drei Bronze-Auszeichnungen vergeben, wobei die Bäckerei Tauber aus Algund am besten abschnitt. Die Bäckerei Schmidt aus Lana konnte mit ihrem Pusterer Breatl die Fachjury überzeugen und gewann Silber. Zusätzlich wurden in dieser Kategorie drei weitere Bäckereien mit Silber und vier mit Bronze ausgezeichnet. Als schmackhaftestes Brot der Kategorie Roggenbrot wählte die Jury das Brot der Bäckerei Profanter aus Brixen, das zusammen mit der Bäckerei Grandi aus Bozen mit Silber prämiert wurde. Weitere sechs Bäckereien erhielten Bronze.
„Das DLG-Schema, nach dem die Brote bewertet wurden, ist komplex und streng, deshalb ist es sehr schwierig die maximale Punktezahl zu erreichen: In der Tat konnte heuer nur eine einziges Brot mit Gold ausgezeichnet werden. Dennoch ist das allgemeine Ergebnis dieser zweiten Regiokorn-Verkostung sehr erfreulich, da mehr als die Hälfte der Brote mit Silber ausgezeichnet wurde. Alle Brote konnten mindestens mit Bronze ausgezeichnet werden. Somit hat sich die durchschnittliche Qualität der regionalen Brote im Vergleich zum letzten Jahr merklich gesteigert“ sagt Christian Passler.

Regiokorn will tragfähiges Netzwerk aufbauen

Das Projekt Regiokorn wird unter der Leitung des TIS innovation park, zusammen mit dem Südtiroler Bauernbund, dem Versuchszentrum Laimburg, dem hds und der EOS umgesetzt und vom Europäischen Sozialfonds ESF gefördert. Ziel dieses Projektes ist es, ein tragfähiges Netzwerk zwischen landwirtschaftlichen Getreideanbauer und verarbeitenden Betrieben (Mühlen, Bäckereien) aufzubauen. Damit soll letztendlich die nachhaltige, regionale Wertschöpfung im Bereich Getreide und Landwirtschaft in Südtirol gesteigert werden.