Internationales | 07.03.2014

Landesrat Schuler in Brüssel und Rom

In zwei für die heimische Landwirtschaftspolitik sehr wichtigen Städten war Landesrat Arnold Schuler in den vergangenen Tagen unterwegs. In Brüssel und Rom standen Treffen mit hochrangigen EU-Beamten und dem neuen italienischen Landwirtschaftsminister auf dem Programm. von LPA - Landespresseamt

LR Schuler mit Georg Häusler, dem Kabinettschef von Kommissar Dacian Ciolos

LR Schuler mit Georg Häusler, dem Kabinettschef von Kommissar Dacian Ciolos

Um die Forschung in der Landwirtschaft ging es am Mittwoch beim Gespräch von mit Emanuela Galeazzi vom Ausschuss für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung des Europäischen Parlaments. „In Sachen Agrarforschungsprogramm müssen wir, vor allem wegen der immer knapper werdenden Mittel, Wege finden, die europäischen Förderprogramme für Südtirol optimal zu nutzen", erklärte Schuler. Der Landesrat verwies in punkto Forschung auf die wichtige Arbeit des Versuchszentrums Laimburg und die Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftsinstitut von San Michele all'Adige.
Mit Michael Erhart Referatsleiter für die Qualitätspolitik landwirtschaftlicher Produkte sprach Landesrat Schuler über die geschützten Herkunftsbezeichnungen. Dabei ging es insbesondere um die Destillate in Südtirol, für die um die geschützte Herkunftsbezeichnung angesucht wurde.
Die Milchtransportkosten in den Berggebieten waren unter anderem Thema des Gesprächs mit Georg Häusler, dem Kabinettschef von Landwirtschafts-Kommissar Dacian Ciolos. „Es gilt, die Form für einen EU-konformen Ausgleich zu finden, was die Transportkosten der einzelnen Sennereien anbelangt, denn gerade in den entlegenen Gebieten in Südtirol sind die Transportkosten höher als Zentrumsgebieten", betonte Schuler.
Der Landwirtschaftslandesrat traf sich auch mit dem Südtiroler EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann zu einem Gespräch über die Umsetzung der europäischen Agrarpolitik in Südtirol.

Treffen mit Amtskollegen der anderen Regionen

Am Donnerstag hat Arnold Schuler in Rom den neuen italienischen Landwirtschaftsminister Maurizio Martina kennengelernt. Zuvor stand am Vormittag eine Tagung der Agrar-Verantwortlichen der Regionen auf dem Programm. Dabei stimmten sich die Agrar-Referenten unter anderem zu den prioritären landwirtschaftlichen Themen ab, die man dem neuen Agrar-Minister Maurizio Martina unterbreiten wollte.
Beim Zusammentreffen mit Minister Martina am Nachmittag am Sitz des Land- und Forstwirtschaftsministeriums in Rom stand vor allem ein Thema im Vordergrund: die Verteilung der EU-Direktzahlungen auf nationaler Ebene und die weitere Vorgangsweise dazu. "Es geht jetzt darum, den Rahmen abzustecken und die nächsten konkreten Schritte zu vereinbaren", erklärt Landesrat Schuler. "Insofern war es wichtig, die Sichtweise des Ministers aus erster Hand kennenzulernen, um für die weiteren Verhandlungen mit der Regierung und den anderen Regionen gerüstet zu sein." Dabei stehe, betont Schuler, für Südtirols Landwirtschaft einiges auf dem Spiel. Insgesamt umfasst der italienische EU-Landwirtschaftsfördertopf für den Zeitraum 2014 bis 2020 37 Milliarden Euro. Für Direktzahlungen werden davon 27 Milliarden Euro zur Verfügung stehen, die restlichen 10,5 Milliarden Euro fließen in die zweite Säule, die ländliche Entwicklung.