Internationales | 11.03.2014

EU-Bürger unterstützen Agrarförderungen

Mehr als drei Viertel (77 Prozent) der EU-Bürger sind der Meinung, dass die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) allen Bewohnern der EU zugutekommt. 45 Prozent der Europäer halten den heutigen Anteil der Agrarausgaben von 40 Prozent am EU-Haushalt für richtig. von AIZ

Über 90 Prozent unterstützen die wichtigsten Merkmale der neuen GAP wie gerechtere und gezieltere Beihilfen (92 Prozent) und die Verknüpfung der Finanzhilfen für die Landwirte mit der Einhaltung umweltfreundlicher landwirtschaftlicher Verfahren ("Ökologisierung", 91 Prozent). All das geht aus der kürzlich von der EU-Kommission veröffentlichten Eurobarometer-Umfrage zur GAP hervor.


Unterschiedliches Bild

26 Prozent der Befragten finden die Zuwendungen der EU für Landwirte zu niedrig und 13 Prozent zu hoch. Allerdings ergibt die jüngste Umfrage von Eurobarometer ein unterschiedliches Bild in den EU-Mitgliedstaaten. In Dänemark, Schweden und den Niederlanden kritisieren mehr als ein Drittel den EU-Agrarhaushalt, weil er zu hoch ist. In Spanien und Rumänien halten dagegen mehr als ein Drittel die Förderungen für unzureichend. Mit 16 Prozent ist der Anteil der Befragten, die keine Meinung zum EU-Agrarhaushalt äußerten, relativ hoch.
Die Landwirte der EU erzeugen sichere Lebensmittel, lobten zwei Drittel der EU-Bürger. Mehr als die Hälfte halten den Agrarbereich für einen wichtigen Wirtschaftsfaktor in ländlichen Gebieten. Nur ein Drittel der Europäer ist allerdings davon überzeugt, dass Bauern die Umwelt schützen. Zur Schönheit der Landschaft trägt die Landwirtschaft nach Ansicht von lediglich zwölf Prozent der Befragten bei.

Landwirtschaft wird immer wichtiger

Allgemein messen die EU-Bürger der Landwirtschaft wachsende Bedeutung bei: Sie halten diese zusammen mit der Entwicklung des ländlichen Raums für eine „sehr wichtige“ Herausforderung für die Zukunft (53 Prozent). Mehr als 80 Prozent der EU-Bürger befürworten die Kernziele der GAP, wie etwa die Sicherstellung der Versorgung mit Lebensmitteln, eine ausgewogenere Entwicklung der ländlichen Gebiete oder die Unterstützung von Junglandwirten.
91 Prozent der Europäer halten es für wichtig, wirtschaftlich schwache landwirtschaftliche Betriebe zu unterstützen, wenn sie aus klimatischen, gesundheitspolitischen oder wirtschaftlichen Gründen in Schwierigkeiten geraten.
Was die Information der Verbraucher anbelangt, so zeigt die Umfrage, dass die EU-Bürger sehr viel Wert auf die Qualität von landwirtschaftlichen Erzeugnissen wie Milch und bestimmte Fleischsorten legen sowie hohe Ansprüche an die Herkunftssicherung stellen. Die Mehrzahl (53 Prozent) ist sogar bereit, etwas mehr dafür zu bezahlen, dass Informationen über den Ursprung dieser Erzeugnisse auf dem Etikett angegeben sind.