Internationales | 13.03.2014

Mehr Äpfel aus dem Süden

Auf der Südhalbkugel rechnen Experten für dieses Jahr mit einer Apfelproduktion von 5,57 Millionen Tonnen. Dies ist nach 2011 die größte Menge der vergangenen Jahre. von ami

Alle apfelexportierenden Länder der Südhalbkugel erwarten eine überdurchschnittliche Ernte. Nach WAPA prognostiziert Chile mit 1,87 Millionen Tonnen sogar ein Spitzenergebnis. Innerhalb des Sortiments ergeben sich aber deutliche Verschiebungen, wobei die altbewährten Sorten Granny Smith (plus 24 Prozent geg. Ø 2011–2013) und Red Delicious (plus 40 Prozent) in der Menge zulegen, dagegen Cripps Pink (minus 19 Prozent) und Gala (minus 12 Prozent) wohl unter der extremen Witterung im Frühjahr litten.

Die Apfelernte in Neuseeland setzte sieben bis zehn Tage früher als üblich ein. Nach guten Blühbedingungen im Frühjahr und einem anschließend optimalen Temperaturverlauf mit ausreichend Niederschlägen erwartet man sehr gute Qualitäten. Die sehr gute Stimmung wird aber durch Hagelschäden vor Weihnachten getrübt, so dass das Erntevolumen mit 495.000 Tonnen rund zehn Prozent unter dem Vorjahresergebnis liegt.
Auch die in Südafrika kontinuierlich wachsende Apfelproduktion wird 2014 durch Hagelschäden gebremst. Dennoch wird das bisherige Spitzenergebnis aus 2013 (900.000 Tonnen) nur um sechs Prozent verfehlt. Brasilien kann mit einer Produktion von 1,18 Millionen Tonnen Äpfel an die gute Ernte 2012 anknüpfen, verfehlt aber die Spitzenernten aus 2011 und 2012 um rund 100.000 Tonnen.

Mehr Exporte
zu erwarten
Aus der überdurchschnittlichen Apfelernte auf der Südhalbkugel ist auch ein größeres Exportpotenzial abzuleiten. Dieses wird auf 1,8 Millionen Tonnen Äpfel geschätzt und erreicht damit die Größenordnung des Vorjahres.