Politik | 26.03.2014

Kompatscher trifft Ciolos

Die Direktzahlungen in der Landwirtschaft, die Folgen der Milchquoten-Abschaffung und die neue „Berg“-Marke: Über diese Themen hat sich Agrarkommissar Dacian Ciolos heute mit Landeshauptmann Arno Kompatscher und EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann unterhalten.

Landeshauptmann Arno Kompatscher mit Agrarkommissar Dacian Ciolos und EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann

Landeshauptmann Arno Kompatscher mit Agrarkommissar Dacian Ciolos und EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann

Die beiden Südtiroler Politiker berichteten dem Agrarkommissar vom Stand der Verhandlungen rund um die Aufteilung der Direktzahlungen an die landwirtschaftlichen Betriebe: „Wir haben Ciolos über die beiden Hauptanliegen informiert, die wir in unseren Verhandlungen mit Rom verfolgen“, erklärte Kompatscher. So gehe es um die Anerkennung aller Flächen bei der Berechnung der Beiträge, gleichzeitig gehe es aber auch um eine Konvergenz zwischen den Regionen, wenn es um die pro Hektar ausgezahlten Beiträge geht. „In dieser Hinsicht haben wir uns in den vergangenen Jahren stets am unteren Ende der Liste wiedergefunden, wir pochen deshalb darauf, dass es eine Angleichung gibt“, betonte der Landeshauptmann.

Gesprächsthema waren auch die Folgen der auslaufenden Milchquotenregelung. Kommissar Ciolos verwies dabei darauf, dass Südtirol bereits den richtigen Weg eingeschlagen habe, indem es auf spezifische Produkte und Qualität setze. „Wir haben dem Kommissar gegenüber aber auch betont, dass die Milchwirtschaft als tragende Säule der Berglandwirtschaft trotz all der Qualitätsbemühungen von den Marktentwicklungen abhängig bleibt“, sagte Kompatscher, der auf entsprechende Spielräume aus Brüssel setzt. Angeführt hat der Landeshauptmann schließlich auch die Hoffnungen, die man in Südtirols Landwirtschaft in eine von der EU anerkannte Marke für Produkte aus dem Berggebiet setze. „Eine solche Berg-Marke würde eine noch klarere Positionierung auf dem Markt zulassen“, unterstrich Kompatscher.