Internationales | 09.04.2014

Russen wollen keine Gentechnik

Russland will weder die eigene Produktion von gentechnisch veränderten (GV) Lebensmitteln forcieren noch deren Einfuhren zulassen. Mit ein Grund: Es gibt genug Platz, um herkömmlich zu produzieren. von AIZ

Der Verbrauch von gentechnisch veränderten Produkten möge den Amerikanern überlassen bleiben, wenn sie dies in Ordnung fänden. Russland brauche es einfach nicht, denn das Land verfüge über ausreichende Agrarflächen für die Erzeugung herkömmlicher Ernährungsgüter. Das hat Ministerpräsident Dmitrij Medwedew am vergangenen Samstag öffentlich verkündet. Er gab aber zu, dass gewisse GV-Produkte am russischen Markt bereits vorhanden seien. Um die Ausmaße dieser Präsenz zu erheben, habe Medwedew ein entsprechendes, umfangreiches Monitoring von Saatgut und landwirtschaftlichen Kulturen sowie von fertigen Nahrungsmitteln angeordnet.

Bevölkerung vor GVO schützen
Eine Woche zuvor hatte sich Staatspräsident Wladimir Putin dafür ausgesprochen, den Zugang von GV-Nahrungsmitteln zum inländischen Markt maximal einzuschränken. Die russische Bevölkerung sollte vor dem Gebrauch solcher Produkte geschützt werden, da die Folgen bei deren Verzehr noch nicht genug erforscht seien, bekräftigte er. Zugleich forderte Putin, beim Import von GV-Lebensmitteln Verpflichtungen Russlands als Mitglied der Welthandelsorganisation (WTO) unbedingt einzuhalten.