Marketing | 07.05.2014

Bäuerliche Küche als Megatrend

Frische, Natürlichkeit und Gesundheit sind in der bäuerlichen Küche selbstverständlich. Wie das besser kommuniziert werden kann, wurde bei der Vollversammlung der bäuerlichen Schankbetriebe der Marke „Roter Hahn“ diskutiert. von Renate Anna Rubner

Die Teilnehmer der Vollversammlung der bäuerlichen Schankbetriebe im Keller des Fronthofes.

Die Teilnehmer der Vollversammlung der bäuerlichen Schankbetriebe im Keller des Fronthofes.

Hannes Knollseisen, im Südtiroler Bauernbund verantwortlich für die bäuerlichen Schankbetriebe, ist zufrieden: „Die Schankbetriebe haben eine gute Saison hinter sich. Damit macht sich der große Einsatz der Bauersfamilien bezahlt. Denn nur wenn alle  Familienmitglieder am Hof mithelfen, kann die zusätzliche Belastung gut getragen werden!“

Konsument will wissen, was hinter den Produkten steht
So ließ man bei der Vollversammlung der Buschen- und Hofschankbetreiber, die unter der Qualitätsmarke „Roter Hahn“ zusammengefasst sind, das abgelaufene Jahr Revue passieren und wagte gleichzeitig einen Blick in die Zukunft: Was sind die Megatrends in der Gastronomie? Und wie können sich die bäuerlichen Schankbetriebe diese Trends zunutze machen? „Der bewusste Konsument achtet sehr auf gesunde, frische Nahrungsmittel, auf Nachhaltigkeit und Regionalität, will wissen, was hinter den Produkten steht und möchte als Gast, als Individuum wahrgenommen werden“, erklärt Hannes Knollseisen. Wünsche, die in bäuerlichen Schankbetrieben wie selbstverständlich erfüllt werden: Die Produkte sind frisch und stammen zu gutem Teil aus der eigenen Landwirtschaft, sind deshalb regional, saisonal und nachhaltig produziert, sind vor Ort verfügbar und müssen deshalb nicht von weit hergeholt werden.
„Aber gerade weil diese Vorzüge von den Bauersleuten als Selbstverständlichkeit empfunden werden, vergisst man oft, sie auch zu kommunizieren“, stellt Hannes Knollseisen fest.

Vermehrt auf Herkunft und Besonderheiten hinweisen
Deshalb wurde bei der Vollversammlung vor allem darauf hingewiesen, dass in den Schankbetrieben künftig deutlicher gemacht werden sollte, woher die einzelnen Produkte stammen, welche besonderen Obst- und Gemüsesorten verwendet werden, welche seltenen Rassen hier noch gezüchtet werden und wie einfach, authentisch und unverfälscht die Lebensmittel auf den Tisch kommen. Damit könnte der Mehrwert, den der Gast am Bauernhof bekommt, noch klarer hervorgestrichen werden.
Markus Kompatscher, der junge Bauer am Fronthof und von Beruf eigentlich Tischler, führte die Teilnehmer der Vollversammlung durch seinen Bauernhof mit Buschenschank in Völser Aicha. „Ich werde von der Familie stark unterstützt,“ erklärte er.  „Ansonsten würden wir den großen Arbeitsaufwand in Landwirtschaft und Buschenschank nicht schaffen.“ Zudem habe er viel Zeit und Energie in Weiterbildung gesteckt, um sich die fachliche Basis zur Führung des Hofes und des Schankbetriebes und bei der Produktverarbeitung aneignen zu können.

Eine Übersicht zu den bäuerlichen Schankbetrieben der Marke „Roter Hahn“ gibt es hier