Arbeitsberatung | 20.05.2014

Wenn man erstmals Arbeitgeber wird

Wer das erste Mal landwirtschaftliche Arbeiter beschäftigt, muss eine Reihe von Dingen beachten. Betroffene sollten sich frühzeitig bei der SBB-Abteilung Arbeitsberatung/Löhne informieren.

Das gängigste Beispiel ist, wenn ein Hofübernehmer erstmals Saisonarbeiter beschäftigt.

Das gängigste Beispiel ist, wenn ein Hofübernehmer erstmals Saisonarbeiter beschäftigt.

Betriebe, die zum ersten Mal landwirtschaftliche Arbeiter beschäftigen, tun dies meistens in den Sommermonaten (beim Auszwicken) oder im Herbst bei der Ernte. Das gängigste Beispiel dafür ist der Betrieb, der vom Vater an den Sohn oder die Tochter übergeben wurde. Der Betriebsinhaber wird somit zum ersten Mal zum Arbeitgeber. Dabei ist Folgendes zu beachten.

Betriebsmeldung bei neuen Arbeitgebern
Betriebe, die das erste Mal Arbeiter beschäftigen, müssen vor Beginn der Arbeit beim Nationalen Fürsorgeinstitut NISF/INPS die sogenannte Betriebsmeldung einreichen. Diese muss nur einmal und nicht jährlich gemacht werden. Mitzuteilen sind dabei alle Grundstücke und Maschinen des Betriebes. Später müssen nur noch Änderungen mitgeteilt werden.

Da zahlreiche Informationen abgefragt werden, sollten sich jene Betriebe, welche die Lohnbuchhaltung beim Südtiroler Bauernbund, Abteilung Arbeitsberatung/Löhne, machen einige Wochen vor Erntebeginn melden, damit alle Formalitäten fristgerecht erledigt werden können.
Die Arbeitnehmer selbst müssen dann bis spätestens am Tag vor Arbeitsbeginn auf elektronischem Wege (über das Internet) gemeldet werden.

Anfrage der Steuernummer
Arbeitnehmer, die das erste Mal in Italien arbeiten, benötigen eine Steuernummer. Diese muss das Steueramt ausstellen. Da es vor allem während der Erntezeit bei den Steuerämtern immer wieder zu Engpässen kommt, sollten die Steuernummern früh genug beantragt werden. Anfrageformulare und Informationen erhalten Mitglieder in der Abteilung Arbeitsberatung/Löhne des Südtiroler Bauernbundes.