Arbeitsberatung | 21.05.2014

Niedrige Ersatzsteuer auf produktivitätssteigernde Lohnelemente auch 2014

Die niedrige Ersatzsteuer von 10 Prozent der Einkommenssteuer IRPEF und des regionalen Zuschlages kann für die landwirtschaftlichen Arbeiter auch 2014 angewandt werden. Das haben der Südtiroler Bauernbund und die Fachgewerkschaften heute bestätigt.

Sind mit dem Ergebnis des Treffens zufrieden: Oskar Götz (FAI SGBCISL), Josef Haller (SBB), Christine Pichler (GLL-AGB/FLAI-CGIL), Thomas Wieser (SBB) und Paul Christanell (ASGB).

Sind mit dem Ergebnis des Treffens zufrieden: Oskar Götz (FAI SGBCISL), Josef Haller (SBB), Christine Pichler (GLL-AGB/FLAI-CGIL), Thomas Wieser (SBB) und Paul Christanell (ASGB).

Der günstigere Steuersatz gilt für produktivitätssteigernde Lohnelemente. Dazu gehören in erster Linie Überstunden bei Ausdünnarbeiten, in Gärtnereien, bei Arbeiten zur Qualitätssicherung und natürlich für die  Ernte. Außerdem wurden die Nachtarbeit, der Bereitschaftsdienst sowie die Anwendung flexibler und elastischer Klauseln in die Begünstigung mit aufgenommen.
Die Ersatzsteuer steht all jenen Arbeitern zu, die im Jahr 2013 ein Gesamteinkommen von bis zu 40.000 Euro hatten. Der Maximalbetrag an Lohnelementen, die mit 10 Prozent  besteuert werden können, beträgt 3.000 Euro. Wie üblich, wurde die gesetzliche Bestimmung dazu erst sehr spät am 29. April erlassen.
Bestätigung durch die Sozialpartner
Durch die gute Zusammenarbeit der Sozialpartner (Fachgewerkschaften ASGB, GLL-AGB/FLAI-CGIL, FAI SGB CISL, U.I.L.A./U.I.L.-S.G.K und des Südtiroler Bauernbundes.) in der Landwirtschaft war es bereits 2013 gelungen, ein Zusatzabkommen zum Kollektivvertrag zu unterzeichnen. Dieses Abkommen ist auch für 2014 gültig. Mit einem Treffen heute haben die Sozialpartner den Inhalt des Abkommens von 2013 nochmals bestätigt. „Da das Abkommen des Vorjahres in der Landwirtschaft auch für dieses Jahr gültig ist, kann die Ersatzsteuer rückwirkend mit 1. Jänner 2014 angewandt werden. Dies kann bei der Lohnabrechnung im Mai bereits berücksichtigt werden“, freut sich Leo Tiefenthaler, Landesobmann des Südtiroler Bauernbundes. Auch die Vertreter der Fachgewerkschaften begrüßen die Steuererleichterung. 
Die Sozialpartner haben damit bewiesen, dass sie sich ihrer Verantwortung in dieser schwierigen Zeit bewusst sind und haben ihren Beitrag zur Anwendung der Ersatzbesteuerung für die landwirtschaftlichen Arbeiter geleistet.