Südtiroler Landwirt, Förderungen | 22.05.2014

Förderung für die Tiergesundheit

Bis spätestens Dienstag, 15. Juli, können Bauern um Beihilfe zur Förderung der Tiergesundheit ansuchen. Abzugeben sind die Anträge beim Landesamt für Viehzucht in Bozen oder bei den Bezirksämtern für Landwirtschaft. Der „Südtiroler Landwirt“ erklärt, welche Kriterien dabei gelten. von Jürgen Thomaseth, Landesamt für Viehzucht

Die Beihilfe will die Gesundheit von Rindern und Pferden durch Alpung fördern: Die Tiere dürfen zwischen fünf Monate und drei Jahre alt sein. (Foto: www.agrarfoto.at)

Die Beihilfe will die Gesundheit von Rindern und Pferden durch Alpung fördern: Die Tiere dürfen zwischen fünf Monate und drei Jahre alt sein. (Foto: www.agrarfoto.at)

Begünstigte der Beihilfe sind landwirtschaftliche Unternehmer, die in der Landesviehdatenbank als Tierhalter aufscheinen. Beihilfeberechtigte Tiere sind Rinder und Pferde ab einem Alter von fünf Monaten bis zu einem Höchstalter von drei Jahren.

Stichtag für die Altersbestimmung
Der Stichtag für die Bestimmung des Alters der Tiere für die Gewährung der Beihilfe ist der 30. Juni 2014. Entsprechend kommen für die diesjährige Beihilfe jene Tiere in Frage, die innerhalb 31. Jänner 2014 geboren sind und laut Viehdatenbank mindestens seit 1. Februar 2014 im landwirtschaftlichen Betrieb des Antragstellers gehalten werden.

60 Weidetage Pflicht
Für die Gewährung der Beihilfe müssen die Tiere nach Vorlage des Beihilfegesuches mindestens 60 aufeinanderfolgende Tage geweidet werden. Für den Weidebetrieb auf Mähwiesen wird die Beihilfe nicht gewährt!
Tiere, die außerhalb des Landesgebietes geweidet werden, sind nur dann beihilfeberechtigt, wenn die Weiden im Eigentum einer in Südtirol ansässigen Person sind oder die Weidehaltung auf im Grundbuch eingetragenen Rechten basiert.
In allen anderen Fällen wird für Tiere, die außerhalb der Provinz Bozen geweidet werden, keine Beihilfe gewährt!

Weitere Pflichten
Weiters gelten folgende Voraussetzungen und Verpflichtungen:
- Ein vorzeitiger Weideabtrieb vor Ablauf der vorgeschriebenen Weidezeit von
60 Tagen nach Gesuchsvorlage muss dem zuständigen Amt innerhalb von zehn Tagen gemeldet werden.
- Für ein und dasselbe Tier kann die Beihilfe nur ein einziges Mal im Leben des Tieres beantragt werden.
- Die Beihilfe wird für maximal 20 Stück pro Antragsteller und Jahr gewährt.
- Während der gesamten Weidezeit muss eine periodische Betreuung der Tiere und die Einhaltung der hygienisch-sanitären Bestimmungen zum Schutz der Gesundheit der Tiere und der veterinär-polizeilichen Vorschriften sowie der gültigen Tierschutzbestimmungen gewährleistet werden.
- Die auf Interessentschafts- und Gemeinschaftsweiden aufgetriebenen Tiere müssen in ein Weideverzeichnis eingetragen werden.
- Weiters müssen die Bestimmungen der „Anderweitigen Verpflichtungen“ eingehalten werden (EG-Ver. Nr. 1782/03, EG-Ver. Nr. 796/04 und entsprechende Beschlüsse der Landesregierung).
- Es ist verboten, auf den Weiden Mineraldünger, Herbizide oder Insektizide auszubringen.
- Der Begünstigte muss die Einhaltung der Verpflichtung der Weidetätigkeit für einen Zeitraum von fünf Jahren garantieren.

Höhe der Beihilfe
Die Höhe der Beihilfe ist von den im Landeshaushalt verfügbaren Finanzmitteln und der Anzahl der beihilfeberechtigten Tiere abhängig (Höchstbetrag: 260 Euro pro beihilfeberechtigtem Tier).
Landesamt für Viehzucht prüft Gesuche und zahlt Beihilfe aus
Die Auszahlung der Beihilfe erfolgt über das Landesamt für Viehzucht nach Überprüfung der Gesuche und der darin enthaltenen Angaben sowie nach Betriebs- oder Weidekontrollen.
Es wird darauf aufmerksam gemacht, dass der Antragsteller bei festgestellten Falschangaben für die darauf folgenden zwei Jahre von der Beihilfe ausgeschlossen wird.

Formulare
Die neuen Gesuchsformulare sind im Landesamt für Viehzucht, bei den Bezirksämtern für Landwirtschaft, bei den Bezirksbüros des Südtiroler Bauernbundes und bei den Zuchtverbänden erhältlich.
Das Gesuchsformular kann auch auf der Internet-Seite der Abteilung Landwirtschaft unter der folgenden Adresse abgerufen werden: www.provinz.bz.it/landwirtschaft