Bauernbund | 26.05.2014

Südtirol for Afrika

In Meki (Äthiopien) entsteht ein landwirtschaftliches Schulungs- und Bildungszentrum. Unterstützt wird das Projekt von der Caritas und dem Südtiroler Bauernbund. Das neue Zentrum soll zu einer wichtigen Anlaufstelle für die bäuerlichen Familien vor Ort werden.

Der Grundstein für das neue Schulungs- und Ausbildungszentrum und damit für eine bessere Zukunft der bäuerlichen Familien, ist gelegt.

Der Grundstein für das neue Schulungs- und Ausbildungszentrum und damit für eine bessere Zukunft der bäuerlichen Familien, ist gelegt.

Obwohl die Böden in Meki fruchtbar sind, reicht die Ernte der Bauern im besten Fall für die Versorgung der eigenen Großfamilie. Für eine Vermarktung bleibt kaum etwas übrig. Grund dafür ist vor allem das fehlende Wissen über den Anbau von Feld- und Ackerfrüchten und die Viehwirtschaft. Das neue Schulungszentrum soll zu einer besseren landwirtschaftlichen Ausbildung der bäuerlichen Familien und damit zu einem besseren Leben beitragen. Zur Grundsteinlegung in Meki, 150 km von der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba entfernt, sind eine Delegation der Caritas, des Südtiroler Bauernbundes, des Raiffeisenverbandes Südtirol und der EURAC sowie Alt-Landeshauptmann Luis Durnwalder angereist. Ihm ist das neue Schulzentrum gewidmet – als Dank für eine jahrelange Entwicklungshilfe.

Know-How an andere Bauern weitergeben
Neben der Caritas beteiligt sich auch der Südtiroler Bauernbund am Projekt. „Im UNO-Jahr der bäuerlichen Familienbetriebe wollen wir bäuerliche Familien in Meki unterstützen und ihnen unser Know-How weitergeben. Bei allen Unterschieden haben Meki und Südtirol eines gemeinsam: Die große Bedeutung der bäuerlichen Familienbetriebe. Sie bilden das Rückgrat der Landwirtschaft“, erklärte Bauernbund-Obmann Leo Tiefenthaler. Auf Meki ist der Südtiroler Bauernbund durch die Caritas Bozen-Brixen gekommen, die seit längerem zusammen mit der Caritas vor Ort und den Dorfältesten landwirtschaftliche Projekte unterstützt. „Die Bauern sind die wichtigste Säule für die Ernährungssicherheit des ganzen Landes“, berichtet Caritas-Direktor Heiner Schweigkofler.

Was einer nicht schafft, schaffen viele
Gleichzeitig sind der Raiffeisenverband Südtirol und die angeschlossenen Raiffeisenkassen ebenfalls schon länger in Meki aktiv. So haben sie den Bau von genossenschaftlichen Getreidespeichern ermöglicht. „Die gezielte und konkrete Zusammenarbeit sowie der damit notwendige Zusammenhalt unter den einzelnen Bauern ist Grundvoraussetzung, um deren Existenz nachhaltig zu sichern, ganz nach F.W. Raiffeisen: Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele. Dies ist unter den gegebenen Umständen die einzig erfolgversprechende Strategie“, erklärte der Vizedirektor des Raiffeisenverbandes Südtirol Christian Tanner.

Versorgung mit sauberem Trinkwasser
Mit Südtiroler Hilfe wurden weiters Regenwasser-Speicherbecken sowie Tiefbrunnen gebaut, um die Versorgung der Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser zu sichern. Mehreren notleidenden Witwen wurde ein Esel samt Karren bereitgestellt, der sie bei ihrer tagtäglichen Arbeit unterstützt. Allen Projekten gemeinsam ist das Ziel, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten und das Leben der Menschen vor Ort zu verbessern bzw. zu erleichtern.

Hier geht es zur Bildergalerie über die Grundsteinlegung für das Schulungszentrum in Meki