Bauernbund | 29.05.2014

Leistungen der Milchbauern aufzeigen

Die bäuerlichen Familienbetriebe und die Anliegen der Berglandwirtschaft in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken: Das ist das Anliegen einer Gemeinschaftsaktion zwischen Milchwirtschaft und Südtiroler Bauernbund. Der Startschuss dafür fiel am 1. Juni, dem Internationalen Tag der Milch.

Wollen gemeinsam auf den Wert der Südtiroler Milch hinweisen: (v.l.)  SBB-Direktor Siegfried Rinner, Sennereiverband-Direktorin Annemarie Kaser, Joachim Reinalter und Leo Tiefenthaler

Wollen gemeinsam auf den Wert der Südtiroler Milch hinweisen: (v.l.) SBB-Direktor Siegfried Rinner, Sennereiverband-Direktorin Annemarie Kaser, Joachim Reinalter und Leo Tiefenthaler

Rund 5000 bäuerliche Familienbetriebe produzieren in Südtirol täglich etwa eine Million Liter Milch. Am diesjährigen Internationalen Tag der Milch wird mit dem Start eines Frischmilch-Gewinnspiels auf ihre Arbeit und ihren Beitrag zur Wirtschaftsleistung, Landschaftspflege und einer gesunden Ernährung aufmerksam gemacht. Die Gemeinschaftsaktion zwischen Südtirols Milchwirtschaft und der Marke Roter Hahn des Südtiroler Bauernbundes steht im Zeichen des Internationalen Jahrs der bäuerlichen Familienbetriebe und soll für die Anliegen der Berglandwirtschaft werben.

Wahren Wert der Landwirtschaft vermitteln
„Die Gesellschaft verliert immer mehr den Bezug zur Landwirtschaft und vergisst gerne, dass das Essen aus der Landwirtschaft kommt. Man meint, ohne die Landwirtschaft leben zu können, aber den wahren Wert erkennt man meist erst dann, wenn man ihn bereits verloren hat“, sagt Joachim Reinalter, Obmann des Sennereiverbandes Südtirol.
Bäuerliche Familienbetriebe stehen für lokale Kreisläufe, sie investieren ihre Einnahmen vor Ort und sorgen für Lebensqualität und sichere Arbeitsplätze. Sie arbeiten nachhaltig, haben keine kurzfristigen Dividenden im Blick, sondern den Fortbestand über Generationen. Der Griff zu einem Südtiroler Produkt ist die wertvollste Anerkennung für die tägliche Arbeit. Denn „wie Südtirol in Zukunft aussehen wird, entscheidet jeder auch mit dem, was er in seinen Einkaufskorb legt“, ist Reinalter überzeugt.
Über 95 Prozent der Betriebe in Südtirol sind familiengeführte Betriebe. „Es muss verstärkt Augenmerk darauf gelegt werden, was diese Betriebe für das Land leisten, und die Leistungen auch honoriert werden“, unterstreicht Bauernbund-Landesobmann Leo Tiefenthaler.

Hier ein Video des Sennereiverbandes zur Leistung der Südtiroler Milchbauern:


Bäuerinnen vermitteln Wissen zur Milch an Schulen

Die Südtiroler Bäuerinnenorganisation weist anlässlich des Weltmilchtages auf die Milchbotschafterinnen hin. Viele Milchbäuerinnen in Südtirol versuchen den Wert der Lebensmittel an Schulen zu vermitteln. Im Rahmen des von EOS (Export Organistation Südtirol) und Sennereiverband organisierten Milchprojekts besuchen Bäuerinnen-Dienstleisterinnen in ganz Südtirol Schulklassen und erklären den Kindern, wie Milch gewonnen und verarbeitet wird, wie Kühe gemolken werden, wie Käse produziert wird und warum die Milch weiß ist. In diesem Schuljahr besuchten die Milchbotschafterinnen 320 Klassen in 191 Schulen und unterrichteten 3714 Schüler.

Zur vollständigen Mitteilung der SBO anlässlich des Weltmilchtages geht es hier.