Politik, Internationales | 06.06.2014

Österreich: GAP-Umsetzung fast perfekt

Während in Italien die Verhandlungen noch laufen, steht die Umsetzung der EU-Agrarreform in Österreich kurz vor dem Abschluss. von AgraEurope

Für Junglandwirte ist in Österreich ein eigenes Unterstützungsprogramm vorgesehen. (Foto: www.agrarfoto.com)

Für Junglandwirte ist in Österreich ein eigenes Unterstützungsprogramm vorgesehen. (Foto: www.agrarfoto.com)

Der Landwirtschaftsausschuss im Nationalrat, dem österreichischen Parlament, billigte diese Woche mit den Stimmen der Regierungsfraktionen SPÖ und ÖVP den Entwurf für die betreffende Novelle des Marktordnungsgesetzes. Danach werden die landwirtschaftlichen Direktzahlungen in ein österreichweit einheitliches Regionalmodell ohne produktbezogene Kopplungen für Acker-, Dauerkultur- und Grünlandflächen überführt. Für Hutweiden soll es eine differenzierte Flächenzählung und eine tierbezogene Zahlung für den Almauftrieb geben.

Übergangsregelung bis 2019
Geplant ist, das neue Modell im Rahmen einer Übergangsregelung ab 2015 bis 2019 in fünf Schritten zu je 20 Prozent einzuführen. Für Kleinlandwirte sind flankierende Maßnahmen und für Junglandwirte ein Unterstützungsprogram vorgesehen. Die Regierungsvorlage wurde durch einen gemeinsamen Antrag von SPÖ und ÖVP ergänzt, der eine Deckelung der Basisprämie für Betriebsinhaber bei 150.000 Euro nach Abzug der Lohnkosten und damit verbundenen Steuern und Sozialbeiträgen vorsieht. Die so einbehaltenen Mittel sollen im Rahmen der ländlichen Entwicklung für den biologischen Landbau und die Direktvermarktung Verwendung finden.

Die gekoppelte Prämie für den Almauftrieb soll von Beginn an in voller Höhe ausbezahlt werden. Klargestellt wird mit der Novelle, dass die neuen gekoppelten Prämien für Alm-Rinder bei der Berechnung des „Einheitswerts“ abgezogen werden.