Produktion, Marketing | 13.06.2014

Direktvermarkter besprechen ihre Anliegen mit Landesrat

Von der Arbeitssicherheit über die Bildung von Genossenschaften bis zur Qualität: Diese und weitere Themen hat Landwirtschaftslandesrat Schuler mit 15 Direktvermarktern am Sitz des Bauernbundes in Bozen besprochen. von LPA - Landespresseamt

Südtiroler Produkte genießen exzellenten Ruf: Landesrat Schuler (3.v.li.) mit den Direktvermarktern.

Südtiroler Produkte genießen exzellenten Ruf: Landesrat Schuler (3.v.li.) mit den Direktvermarktern.

"Der Südtiroler Bauernbund", dankte Landwirtschaftslandesrat Arnold Schuler, "hat mit der Säule der Direktvermarkter die richtige Richtung eingeschlagen, es ist dies ein vielfältiger Bereich mit zahlreichen Produkten. Deshalb ist es wichtig, sich bei der Lebensmittelverarbeitung Kompetenzen zu erwerben." Die bäuerlichen Produkte der Direktvermarkter "Roter Hahn" umfassen zehn Gruppen: Fruchtsäfte, Frucht- und Kräutersirupe, Fruchtaufstriche, Trockenobst, Destillate, Essige, Kräuter, Käse und Milchprodukte, Freilandeier und Brot. Das Versuchszentrum Laimburg, führte der Landesrat weiter aus, spezialisiere sich in Zusammenarbeit mit der Freien Universität Bozen auf Lebensmittelverarbeitung. Ein schwieriges Kapitel, wies er hin, sei der Bürokratieabbau, da gerade in den letzten Jahren einiges an Bürokratie dazugekommen sei.

Margareth Elsler, seit zehn Jahren im Bauernbund für die Qualitätsentwicklung in der Direktvermarktung zuständig, und ihr Nachfolger Markus Plankl erklärten, dass der Qualitätsanspruch unangetastet bleiben werde: 75 Prozent der Produkte müssen auch weiterhin vom Hof stammen. Vor elf Jahren, erklärte Elsler, wurde mit der Säule Direktvermarktung begonnen, mittlerweile sind die Mitglieder auf 60 angewachsen, 500 Produkte werden vom Roten Hahn gelistet, zahlenmäßig am stärksten sind mit 21 die Käsereien, gefolgt von den Apfelsaftproduzenten. Direktvermarkter, wurde bei dem Treffen festgestellt, sind wichtig für die Bevölkerung wie auch für den Tourismus. Handlungsbedarf besteht etwa bei der Fruchtverarbeitung wie auch bei der Fleischverarbeitung. Beim Käse hingegen hat die Fachschule Salern ein Kompetenzzentrum aufgebaut, auch im Kräuterbereich wird von der Laimburg sehr viel für die Ausbildung getan. Die Genossenschaftsregelung ist beim Einstieg in die Direktvermarktung schwierig. Auch in puncto Arbeitssicherheit oder Kühlaggregat könnte noch einiges vereinfacht werden. Im Hinblick auf die Beitragsvergabekriterien vom Land, wandten sich die Direktvermarkter an Landesrat Schuler, erhalten nicht alle die Marke - "aber wer, wenn nicht wir", unterstrichen sie, verdiene sich diese Marke?

"Südtiroler Produkte", führte Landesrat Arnold Schuler aus, "verfügen in ganz Europa über ein positives Image. Durch die regionalen Kreisläufe und die Zusammenarbeit mit dem Tourismus wären die Möglichkeiten des Absatzes groß, auch in diese Richtung gilt es verstärkt zu gehen." Was die Förderungen betreffe, erklärte der Landesrat, sei das laufende ein wichtiges Jahr, da die neue EU-Programmperiode bis 2020 anläuft. Auch bei der Diskussion über die Neuausrichtung des Landeshaushaltes sei darauf zu achten, die Förderungen neu aufzustellen und die einzelbetrieblichen Förderungen über die zweite Säule der EU-Agrarpolitik neu zu regeln. "Wir sind dabei", unterstrich er, "ein Gesamtbild zu erstellen; dabei gilt es, Prioritäten zu setzen."