Arbeitsberatung | 29.07.2014

So wird die Arbeitszeit geregelt

Der Kollektivvertrag der landwirtschaftlichen Arbeiter, sowie gesetzliche Bestimmungen geben den Rahmen der Arbeitszeit vor. Es gibt dabei bestimmte Grenzen der Arbeitszeit, die eingehalten werden müssen.

Im Zusammenhang mit der Arbeitszeit der landwirtschaftlichen Arbeiter gibt es vor allem
eine Reihe von Begriffen, die jedem Arbeitgeber bekannt sein sollten. Die wichtigsten
dieser Begriffe sollen in der Folge geklärt werden.

Normale wöchentliche Arbeitszeit: Die normale wöchentliche Arbeitszeit beträgt 39
Stunden. Die 39 Wochenstunden können durch Zeitausgleich auf 44 erhöht werden
(maximal 75 Stunden jährlich). Die Stunden zwischen der 40. und 44. Stunde pro Woche werden als Ausgleich in anderen Wochen weniger gearbeitet.

Überstunden:  Von  einer  Überstunde spricht man dann, wenn die normale Arbeitszeit pro Woche überschritten wird. Dabei dürfen wöchentlich nicht mehr als zwölf Überstunden anfallen.

Höchstarbeitszeit: Der Arbeiter darf in der Woche höchstens 48 Stunden arbeiten.
Allerdings sind die 48 Stunden ein Durchschnittswert. Dieser Wert wird in einem Zeitraum von sechs Monaten berechnet. Die Anwendung des Zeitausgleichs ermöglicht es die Wochenarbeitszeit auf maximal 56 Stunden zu erhöhen. Damit im Durchschnitt die 48 Stunden eingehalten werden, müssen die Arbeiter in anderen Wochen weniger Stunden arbeiten. Genauere Informationen erhalten Mitglieder in der Abteilung Arbeitsberatung/Löhne.

Tägliche Ruhezeit: Jeder landwirtschaftliche Arbeitnehmer hat Anrecht, in einem Zeitraum von 24 Stunden eine tägliche Ruhezeit von elf aufeinanderfolgenden Stunden zu genießen.

Tägliche Ruhepausen: Der Arbeiter hat Anrecht auf zehn Minuten Pause, wenn seine
tägliche Arbeitszeit mehr als sechs durchgehende Stunden beträgt. Diese Pause ist zwar zu gewähren, jedoch nicht zu bezahlen.

Wöchentlicher Ruhetag: Der Arbeitgeber ist verpflichtet, seinem Arbeiter einen wöchentlichen Ruhetag – also eine Pause von 24 Stunden – zu gewähren, und zwar möglichst am Sonntag. Wenn dies aus Betriebsgründen nicht möglich ist, kann der Ruhetag an einem anderen Tag gewährt werden. Der Ruhetag kann – unter Einhaltung der täglichen Ruhezeit – auch als Durchschnittswert in 14 Tagen genossen werden, d.h. alle 14 Tage müssen zwei volle Tage arbeitsfrei sein. Minderjährige Arbeiter müssen auf jeden Fall am Sonntag den Ruhetag einhalten.



Daten für Lohnstreifen korrekt mitteilen
Für jeden gemeldeten Arbeiter muss am Ende des Monats das Lohnbuch und der
Lohnstreifen ausgearbeitet werden. Deshalb muss der Arbeitgeber innerhalb Monatsende die gearbeiteten Tagschichten der Arbeiter mitteilen. Wurde die Anmeldung der Arbeiter von zu Hause aus gemacht, ist eine Kopie der Anmeldebestätigung zu übermitteln. Des Weiteren muss auch das vom Arbeiter unterschriebene Formular für die Steuerabsetzbeträge im Lohnbüro abgegeben werden.