Bauernbund, Betriebsberatung | 28.08.2014

Entleerung von Klärgruben

Nachdem mit dem Landesgesetz Nr. 8/2002 neue Regeln für die Entleerung von Gruben eingeführt wurden, mussten die Gemeinden bzw. die Bezirksgemeinschaften ab 2011 die Entsorgung einrichten. Der Südtiroler Bauernbund hat sich für möglichst viele Freiheiten für die betroffenen Hauseigentümer eingesetzt.

Es gab viele Verhandlungen mit dem Gemeindeverband, bei denen über Nutzen und Kosten der Entleerung durch den Abwasserdienst der Gemeinde oder Bezirksgemeinschaft oder des Abwasserverbandes gesprochen wurde. Es kam zu keinem klaren Ergebnis. Nachdem nun die Dienste weitestgehend eingeführt wurden und auch die entsprechenden Rechnungen ins Haus flattern, hat der SBB Landesrat Richard Theiner aufgefordert, eine flexiblere Entleerung zu ermöglichen. Wenn der Eigentümer möchte, sollte er selbst für die ordnungsgemäße Entleerung durch ein Entsorgungsunternehmen sorgen können. Der Gemeinde wäre dann der entsprechende Nachweis der regelmäßigen Entsorgung vorzulegen. Dieser Vorstoß fußt auch auf den Hinweis einiger Gemeinden, die mit der geltenden Entsorgungspraxis nicht zufrieden sind.

Im Antwortschreiben von Landesrat Theiner, der alles so belassen möchte wie es ist, ist hingegen der Hinweis enthalten, dass die Gemeinden mit der derzeitigen Regelung zufrieden seien. Daher haben wir den Ball an den Gemeindeverband weitergespielt. Ohne Unterstützung zumindest einiger Gemeinden werden wir keine Vereinfachung und Liberalisierung der Entsorgung durchsetzen können. Zu erwähnen ist noch, dass der Abwassertarif richtig berechnet werden muss, insbesondere, wenn keine Wasseruhr installiert ist. So wird bei Ferienwohnungen die Nutzungsdauer/Auslastung einberechnet, womit sich die Abwassermenge deutlich reduziert.

Hier finden Sie:
- die Anfrage des Südtiroler Bauernbundes
- die Antwort von LR Richard Theiner